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Schlagabtausch zur Stellung der Burgergemeinde
Aktualisiert am 13.02.2009 3 Kommentare
Rolf Zbinden will die Burgergemeinde abschaffen. (Bild: Archiv, Andreas Blatter)
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Es spotte jeder Demokratie, wenn nur die Nachkommen der Gnädigen Herren von Bern entscheiden könnten, welche Museen und welche Kulturveranstaltungen mit den Erträgen aus dem Vermögen gefördert werden sollten. Zudem sei aufgrund der drohenden härteren Zeiten Schlimmes zu befürchten, wenn er an die braunen Flecken der Vergangenheit denke, erklärte Zbinden in seiner Anfrage.
Auch Natalie Imboden (GB/JA) bezeichnete die Burgergemeinden in Stadt und Kanton Bern als demokratiepolitischen Anachronismus. Zudem sei die Burgergemeinde bei der Vermögensaufteilung im Jahre 1852 ungerechterweise bevorzugt worden. Ein allfälliger Abschaffungsprozess müsse jedoch in einem sauberen demokratischen Prozess auf kantonaler Ebene erfolgen.
Als mehr als befremdlich erachtete die Freisinnige Jacqueline Gafner Zbindens Vorstoss. Er sei voll von abstrusen Behauptungen. Dass es der Burgergemeinde in den letzten 150 Jahren gelungen sei, ihren Besitz zu mehren, spreche nicht gegen, sondern für sie.
Echtes Motiv: Eine Milchkuh schlachten
Der Linken gehe es lediglich darum, eine Milchkuh zu schlachten und an einen vollen Geldtopf heranzukommen, wies Peter Wasserfallen (SVP) die Forderungen Zbindens ebenfalls in aller Deutlichkeit zurück.
Der Verweis auf angebliche Sünden in der Vergangenheit sei nur ein Scheinargument, sagte auch Peter Bernasconi, SVP-Vertreter und Bernburger. Tatsächliches Motiv seien finanzielle Gelüste.
Stadtpräsident Alexander Tschäppät erklärte, die Burger hätten mit ihrem schlau verwalteten Vermögen bis heute viel Gutes getan. Aber der Stadt müsse es auch erlaubt sein, nach der kritischen Disseration «Netzwerke des Konservatismus» von Katrin Rieder aus ihrer eigenen Optik die entsprechenden Fragen zu stellen und Abklärungen über mögliche dunkle Flecken in der Vergangenheit der Bernburger zu treffen.
Aber daraus bereits heute den Schluss zu ziehen, die Burgergemeinde gehöre abgeschafft, sei doch reichlich kühn, sagte Tschäppät an die Adresse Zbindens. Eine politische Diskussion darüber sei frühestens dann möglich, wenn diese Untersuchungen tatsächlich Ergebnisse zu Tage fördern sollten, welche eine solche Diskussion unumgänglich machten. (sda)
Erstellt: 13.02.2009, 07:22 Uhr
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3 Kommentare
Es ist immer herrlich, von solchen Geschichten zu hören! Schon vor Jahren hat mir ein Bernburger erzählt, wie ihn die gnädigen Herren im Stich gelassen haben. Die Gelder werden schon so verteilt, dass das Kapital vermehrt, von sozialer Ader keine Spur, ausser er/sie heisst von..... Dass sich die Bürgerlichen für die Burgergemeinde ins Zeug legen ist doch klar! "Italien lässt grüssen" Antworten
Der Stadtrat zu Bern, eine äusserst abstruse Vereinigung. In Zeiten schwerster Verunsicherung werden nicht Probleme angegangen, sondern ideologische Attacken geführt. Das Ganze von einem Herrn, dessen kleine Welt aus schwarzen Kapuzen-Pullovern und wirren Phrasen besteht. Fürwahr, schlaft ruhig weiter ihr Bürgerinnen und Bürger! Antworten
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Christoph Zürcher
Wenn es die Burgergemeinde nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Um die hauptstädtische Kultur wäre es schlimm bestellt ohne ihre finanziellen Leistungen, ebenso schlimm wie um das architektonische Erbe der Stadt Bern und um die Wälder rund um Bern. Die Burgergemeinde liefert, die Tschäppät-Gemeinde lafert, verschleudert Geld und verteilt um. Und sponsert die handgestrickte Progr-"Kultur". Antworten