Rüschegg sagt Ja zu Parkgebühren

Die erste Hürde ist genommen, nun kommt es noch auf das Votum aus Rüeggisberg an: Rüschegg stimmte an der Gemeindeversammlung unerwartet deutlich den geplanten Parkgebühren zu.

Nach dem Willen der Gemeindeversammlung Rüschegg soll Parkieren im Gantrischgebiet nicht mehr länger gratis sein.

Nach dem Willen der Gemeindeversammlung Rüschegg soll Parkieren im Gantrischgebiet nicht mehr länger gratis sein. Bild: Walter Pfäffli

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Guggisberg war schon während der Vorbereitungsarbeiten aus dem Projekt ausgestiegen, Riggisberg verabschiedete sich vor Jahresfrist mit einem klaren Nein an der Gemeindeversammlung. Übrig blieben Rüschegg und Rüeggisberg. Sie sollen nun zu zweit jene Frage klären, die auch in der nahen Agglo Bern viele interessieren wird: Müssen die Ausflügler, die an schönen Tagen in Scharen hinauf ins Gantrischgebiet strömen, künftig fürs Parkieren bezahlen?

Die Gemeindeversammlung in Rüschegg gab gestern Abend als erste eine Antwort – und sie sagte Ja. Mit 143 Ja gegen 22 Nein fiel das Ergebnis überraschend klar aus. Nächste Woche ist nun die Gemeindeversammlung in Rüeggisberg am Zug. Erst wenn auch sie zugestimmt hat, werden die Gebühren eingeführt – dann voraussichtlich auf die Wintersaison 2017/2018 hin.

In der Diskussion standen sich die bekannten Argumente gegenüber, die schon letztes Jahr in den Debatten immer wieder Thema waren. Ungeachtet dessen, dass der Perimeter in der Zwischenzeit verkleinert worden war und statt der einst knapp 1700 nur noch gut 1200 Parkfelder bewirtschaftet werden sollten: Gemeinderat André Roggli warb als Befürworter mit dem Argument für die Gebühren, man wolle nicht ­irgendwann Steuergelder in die Parkplätze stecken müssen. Es könne nicht sein, dass die Ausflügler gratis und franko herkommen könnten und im schlechtesten Fall nur Abfall liegen liessen, dessen Entsorgung ebenfalls der Öffentlichkeit zur Last falle.

Roggli erinnerte daran, dass sich die Armee längerfristig aus der Region zurückziehen will. Im Besonderen gelte das für die Panzerplatten. Wenn die Gemeinden dann nicht einsprängen und Betrieb und Unterhalt übernähmen, fielen diese so wichtigen Parkplätze weg.

Die Kritiker bekundeten ihrerseits Mühe mit den Berechnungen, die die vorbereitende Ar­beitsgruppe angestellt hatte. Dass Einnahmen von 270'000 Franken im Jahr Ausgaben von 250'000 Franken gegenüberstehen sollten, schien ihnen zu glatt aufzugehen. Bei diesem Nullsummenspiel sei es unvernünftig, insgesamt 280'000 Franken allem voran in den Aufbau von Parkometern zu stecken. (Berner Zeitung)

Erstellt: 03.12.2016, 10:27 Uhr

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