Rösseler räumen den Mist weg
Von Laura Fehlmann. Aktualisiert am 10.12.2011 1 Kommentar
Versuch ausgebaut
Die Reiterinteressengemeinschaft Bösingen (RIG) und Umgebung hat im Frühling 2010 einen Versuch gestartet. An vier Orten, die auf Ausritten häufig passiert werden, wurden grosse Behälter am Strassenrand aufgestellt, in denen die Reiter den Pferdemist entsorgen können. Damit reagierte die RIG auf Reklamationen aus der Bevölkerung. Nun hat die RIG beschlossen, weitere drei Behälter anzuschaffen und aufzustellen. Auch wenn nicht alle Reiter den Pferdemist entsorgen: Der Versuch habe sich bewährt, und mit wenig Aufwand könne eine grosse Wirkung erzielt werden, erklärt Hugo Jungo von der RIG. hus
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Es gibt immer mehr Pferde in der Agglomeration Bern. Klagen über Pferdeäpfel auf Strassen, Wander- und Gehwegen häufen sich. Der Verein Pferd und Umwelt Alt-Amt Konolfingen hat das Problem erkannt und versucht, es in den Griff zu kriegen. Das Hauptproblem dabei ist, die Rösseler überhaupt ansprechen zu können. Denn anders als Hundehalter sind sie bis jetzt nicht registriert. Und nur etwa die Hälfte aller Pferdehalter gehören einer Organisation an. Der Worber Niklaus Bernhard, Reitstallbesitzer und Präsident des Vereins Pferd und Umwelt, hat vor einigen Wochen Pferdehalter und die Gemeindepräsidenten von Worb und Vechigen versammelt. Das Thema: das Problem mit dem Rossmist. «Die Rösseler erklärten sich bereit, für Sauberkeit zu sorgen», sagt Bernhard.
Pferdesteuer unmöglich
Diskussionspunkt an der Versammlung in Worb sei auch das Erheben einer Pferdesteuer analog der Hundetaxe gewesen. Dies sei aber rechtlich nicht möglich, erklärte der Worber Gemeindepräsident Niklaus Gfeller (EVP). Die Hundesteuer sei vom Bund festgelegt. «Eine Gemeinde kann nicht plötzlich eine neue Steuer erheben», so Gfeller. Deshalb ist eine Gemeinde auch nicht verpflichtet, den Rösselern eine Infrastruktur zum Entsorgen des Pferdemists zur Verfügung zu stellen. «Aber eine Vereinigung könnte einen Beitrag einziehen und für das Entsorgen der Pferdeäpfel verwenden», sagt Niklaus Bernhard. «Aber wir müssen die Pferdebesitzer in die Pflicht nehmen.» Das heisst: Reiter sollen dazu angehalten werden, nicht auf Trottoirs und Gehwegen zu reiten. Auf Wald- und Feldwegen sind Pferdeäpfel kein Problem.
Die Versammlung hat beschlossen, dass Pferdeäpfel in einem bestimmten Umkreis organisiert alle paar Tage eingesammelt werden sollen. Dies vorerst einmal in den Gemeinden Worb und Vechigen. «Die anderen Agglomerationsgemeinden suchen nach eigenen Lösungen», sagt Niklaus Bernhard, der für die Worber SVP im Grossen Gemeinderat sitzt. Man überlege auch, ob jemand für das Entsorgen der Pferdeäpfel angestellt werden soll. «Aber das zieht einiges nach sich.» Bernhard versucht nun, die Reitställe in der Agglomeration einzubinden. Sie sollen ihre Rösseler sensibilisieren und Lösungen zum Entsorgen des Pferdemists anbieten.
Pferde bald registriert
Alle Rösseler zu erreichen wird erst möglich, wenn Pferde – wie bereits Kühe, Schafe und Hunde – in einer Datenbank registriert sind. Dies soll bis Ende 2012 geschehen. Aber sind Besitzer und ihre Tiere registriert, taucht ein anderes Problem auf: «Der Datenschutz verhindert, dass wir an alle Reiter herankommen und mit ihnen das Rossmistproblem angehen können», bedauert Bernhard. Er habe aber alle Reitställe der Region angeschrieben und sei auf positives Echo gestossen. «Es ist allen klar, dass etwas gehen muss.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 10.12.2011, 14:42 Uhr
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1 Kommentar
Das ist doch einmal ein guter Ansatz. Bitte das auch im Forst machen. Pferdemist enthält auch jede Menge Würmer und andere Parasiten. Auch würde ich es begrüssen, wenn gerade im Forst die gekennzeichneten Wege benütz würden. Von diesen gibt es mehr als genug. Antworten
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