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Reto Nause: «Es war einer der schwierigsten Polizeieinsätze»

Von Christoph Aebischer. Aktualisiert am 12.09.2011 87 Kommentare

Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) stellt eine bedenkliche Entwicklung der politischen Kultur fest. Erleichtert über den Verlauf, rechtfertigt er das riesige Polizeiaufgebot.

1/16 Kontrolle in der Stadt Bern.
Bild: Jürg Spori

   

Sicherheitsdirektor Reto Nause: «Sicherheit war wie bei einem Staatsbesuch». (Bild: Keystone )

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Reto Nause, Sie waren nervös am Samstag. Hatten Sie Angst, dasselbe Schicksal wie ihr 2008 abgewählter Vorgänger Stephan Hügli zu erleiden?
Reto Nause: Die Anspannung war hoch. Es war einer der schwierigsten Polizeieinsätze, die ich erlebt habe.

Der Bundesplatz glich einer Festung. War der immense Aufwand gerechtfertigt?
Spätestens als einschlägige Foren zu Gewalt aufriefen und auf der Reitschule der Gruss «Welcome to hell» prangte, musste mit einer Eskalation wie 2007 gerechnet werden. Bei angehaltenen Personen wurden Messer und Brandbeschleuniger gefunden. Der Einsatz, so krass er daherkam, war angemessen.

Wie viele Polizisten standen im Einsatz, und wie teuer war das Ganze?
Zahlen geben wir nicht bekannt. Es waren sicher mehr als bei einem Fussballrisikospiel. Vergleichbar war das Aufgebot mit Einsätzen bei Staatsbesuchen der höchsten Sicherheitsstufe.

Wir gehen von 1000 Einsatzkräften und Kosten in Höhe von 1 Million Franken aus.
Ich kommentiere diese Zahlen nicht. Aber wer rechnet, kommt tatsächlich in diese Region.

Die Polizei verbot einigen angehaltenen Personen, in die Nähe des Bundesplatzes zu gehen. Auf welcher rechtlichen Basis?
Die Stimmung war angespannt und die abgenommenen Gegenstände kriminell. Ich kann die Polizei nicht kritisieren.

Welche Bilanz ziehen Sie?
Die Veranstaltung fand statt. Die Stadt hat den Willen gezeigt, die Sicherheit dafür zu gewährleisten. Natürlich hinterlässt es gemischte Gefühle, wenn Politanlässe so geschützt werden müssen. Die Volksnähe der Demokratie leidet darunter. Das ist eine schlechte Entwicklung der politischen Kultur und Ausdruck des veränderten politischen Stils. Wenn es herausgekommen wäre wie 2007, hätte niemand über die Kosten gesprochen. Aber man hätte verlangt, dass ich mein Büro räume. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.09.2011, 09:33 Uhr

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87 Kommentare

Ulrich Scheidegger

12.09.2011, 08:03 Uhr
Melden 25 Empfehlung

Nein so nicht mehr mit uns Steuerzahler. Reichen Sie diese Rechnung schleunigst bei der SVP Spitze ein -und holen Sie sichd dort diese Millionen.
Das alles ist Provokation pur an den BürgerInnen.
Antworten


Lukas Honsell

12.09.2011, 08:05 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Wie lange wollen wir noch eine Reitschule finanziell unterstützen, die 30% der Bevölkerung als Rassiten stigmatisiert? Die selbstgerecht den Stil anderer Kritisiert und Andersdenkende mit Plakaten wie "Welcom to hell" "begrüsst? Die permanent Rückzugsort für Linksextremisten ist. Die ähnlich der 1940er scheinbar Meinungen kriminalisieren will? Ist das Unterstützungswürdig? Antworten



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