Referendum gegen Laborneubau kommt zustande

An der Berner Murtenstrasse soll für 141 Millionen Franken ein neuer Laborkomplex der Uni Bern gebaut werden. Vor allem bei Tierrechtsorganisationen regt sich Widerstand.

An der Berner Murtenstrasse soll neben der Fachhochschule Gesundheit der Laborneubau der Uni Bern entstehen.

An der Berner Murtenstrasse soll neben der Fachhochschule Gesundheit der Laborneubau der Uni Bern entstehen. Bild: zvg

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Das Referendum gegen den 141 Millionen Franken teuren Laborneubau der Uni Bern an der Berner Murtenstrasse kommt offenbar zustande. Die Initianten meldeten am Montag bei Ablauf der Sammelfrist, fast 13'000 Personen hätten das Begehren unterschrieben.

Der grössere Teil dieser 13'000 Unterschriften sei bereits von den Gemeinden beglaubigt worden, schreiben die Initianten in einer Medienmitteilung vom Montag. Am 9. Juni wollen die Initianten die Unterschriften der Berner Staatskanzlei abgeben. Im Kanton Bern braucht es fürs Zustandekommen eines Referendums 10'000 gültige Unterschriften.

Tierrechtsorganisationen gegen das Labor

Eine Koalition von Tierrechtsorganisationen und links-grünen Parteien hatte im Februar das Referendum ergriffen. Es richtet sich gegen den Grossratsbeschluss von Mitte Januar, mit dem das Kantonsparlament den Neubau bewilligte.

Im neuen Gebäude sollen das Institut für Rechtsmedizin und das Departement für Klinische Forschung der Universität Bern untergebracht werden. Sie sind heute auf fast zwanzig Standorte in Bern verteilt. Dazu kommt, dass die bestehenden Labors nach Angaben des Kantons Bern heutigen Anforderungen nicht mehr genügen.

Geplant ist auch, dass in einem Teil des Neubaus Versuchstiere gehalten werden. An diesen Versuchen stören sich die Initianten des Referendums vor allem. Die Uni Bern solle auf Tierversuche verzichten, fordern sie. Es sei für den Wirtschaftsstandort Bern besser, Gelder in die Entwicklung von Forschungsmethoden zu investieren, welche ohne Tierversuche auskämen. Es gebe bereits Alternativen. Der viel zu teure «Luxusbau» sei zu redimensionieren und zurück in die Planungsphase zu schicken. (tag/sda)

(Erstellt: 11.05.2015, 12:34 Uhr)

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