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Polizei will YB-Spiele ohne Alkohol

Von Tobias Habegger. Aktualisiert am 02.09.2008 30 Kommentare

Die Kantonspolizei schlägt Alarm: Das Gewaltproblem rund um die YB-Spiele könne mit polizeilichen Mitteln nicht gelöst werden. Manuel Willi, Polizeichef Region Bern, wünscht sich ein Alkoholverbot im Stade de Suisse.

Video TeleBärn

Stadt de Suisse: Polizisten sorgen für Sicherheit

Stadt de Suisse: Polizisten sorgen für Sicherheit (Bild: suk)

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Das Polizeiaufgebot rund um die Super-League-Partie YB - GC hat gemäss TeleBärn 125000 Franken gekostet. Dieser Betrag geht zu Lasten des Steuerzahlers. Denn in Bern sind die Sportklubs nur für die Sicherheit innerhalb des Stadions zuständig. Sie müssen sich nicht an den Polizeikosten beteiligen. Der Gemeinderat hat sie von dieser Pflicht befreit.

Anders in Basel, Zürich, St.Gallen und Luzern. Dort beteiligen sich die Fussballklubs an den Sicherheitskosten, die während der Spiele anfallen.
Der Berner Stadtrat stört sich an diesem Gebührenerlass für die Sportklubs: Im Februar 2007 hat er mit 43 zu 20 ein Postulat für eine Eventabgabe überwiesen.

Das Parlament forderte die Regierung auf, die Veranstalter kommerzieller Grossereignisse in die Pflicht zu nehmen. Es sei nicht die Aufgabe der Stadt, solche Veranstaltungen indirekt zu subventionieren, steht im Postulatstext.tob

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Am Sonntag nahm die Kantonspolizei nach Scharmützeln rund ums Spiel YB - GC zwölf Personen fest (wir berichteten). In der Vorwoche, anlässlich des Spiels YB - Aarau, griffen YB-Anhänger den Car der Aarau-Fans an.

Ausserhalb des Stadions ist die Polizei für die Sicherheit zuständig. «Der personelle Aufwand für Sportveranstaltungen hat sich in den letzten fünf Jahren vervierfacht», sagt Manuel Willi, der Polizeichef Region Bern, auf Anfrage. Die Kosten seien enorm. Das Gewaltproblem rund um YB-Spiele belaste die Polizei stark. «Wir stehen hier vor einem gesellschaftlichen Problem, das sich mit polizeilichen Mitteln alleine nicht lösen lässt.»

Kein Alkohol im Stadion

«Es kann doch nicht sein, dass bei jedem Fussballmatch Hundertschaften von Polizisten bereitstehen müssen, damit es zu keinen Auseinandersetzungen kommt», fährt Manuel Willi fort. Diese Entwicklung müsse gestoppt werden. «Ein erster Schritt wäre der Verzicht auf alkoholische Getränke im Stadion.» Damit nimmt Willi eine Forderung auf, die in der Schweiz immer öfter zu hören ist. Am «runden Tisch gegen Gewalt im Sport», geleitet von Bundesrat Samuel Schmid, wurden im Frühling Massnahmen für ein Alkoholverbot bei Hochrisikospielen erarbeitet. Dieses Verbot soll in den Stadien und im Umkreis von 500 Metern gelten. Allerdings müssen die Massnahmen von jedem Kanton und jeder Stadt genehmigt werden.

Die Stadt Zürich hat im Jahr 2007 bei mehreren Hochrisikospielen den Alkoholausschank in den Stadien verboten.

Ein Alkoholverbot galt auch bei der Finalissima zwischen Basel und YB im vergangenen Mai. «In der Regel wird im St.-Jakob-Park bei nationalen Spielen Alkohol verkauft. Doch die Kantonspolizei kann bei Hochrisikospielen Ausnahmen verordnen», sagt Stadionmanager Christian Kern.

YB verteidigt die Fans

YB-Pressesprecher Charles Beuret hält wenig von einem Alkoholverbot. Und er nimmt die YB-Fans in Schutz: «Unsere Fans sind keine Hooligans.» Die Young Boys seien glücklich, über vernünftige Zuschauer zu verfügen. «Wir haben viele Fortschritte erzielt im Dialog mit den Fanklubs – auch dank der neu gegründeten Fanarbeit Bern», sagt Charles Beuret. Innerhalb des Stade de Suisse gebe es kaum mehr Zwischenfälle. «Unsere Fans haben schon lange keine Feuerwerke mehr gezündet.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.09.2008, 11:06 Uhr

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30 Kommentare

Chrigu Studer

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schön und gut. und bitte auch keine cüpli mehr ausschenken! lächerliche forderung nur weil ca. 25 Zuschauer sich nicht im Griff haben. Wieviele waren im Stadion? Knapp 16'000? 0.15% baut scheisse und über 99% werden dafür bestraft. ach ich liebe kausalstrafen! Antworten


maurice keel

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in fankreisen gibt es viele verbesserungsvorschläge was den polizeieinsatz betrifft. nur sind die behörden zu arrogant sich diese anzuhören. am "runden tisch gegen gewalt im sport" sollten auch fanvertreter mitreden können. uns betreffen die massnahmen schliesslich. und es kann nicht sein, dass wir für das fehlverhalten und die fehlende lernbereitschaft der polizei geradestehen müssen. hinterfragt nicht immer nur das fanverhalten, hinterfragt auch einmal das der polizei. Antworten



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