Polizei ging nicht in die Reitschule
Von Wolf Röcken. Aktualisiert am 06.01.2012 17 Kommentare
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Neujahrstag um die Mittagszeit: Aus der Reitschule werfen dunkel gekleidete Personen volle Bierflaschen auf vorbeifahrende Autos. Mindestens fünf Fahrzeuge werden beschädigt. Beim BMW eines 49-jährigen Berner Lehrers geht die Scheibe in die Brüche. Der Schaden bei seinem Auto beträgt über 2000 Franken.
Den Schaden wird er wahrscheinlich selber zahlen müssen. Wer die Flaschen geworfen hat, steht nicht fest – ob es jemals herausgefunden wird, auch nicht. Die Polizisten hätten ihren Einsatz ausserhalb des Reitschule-Gebäudes geleistet und seien nicht ins Innere gegangen, sagt Michael Fichter, Sprecher der Kantonspolizei. Dies habe, wie bei jedem anderen Einsatz, die Patrouille vor Ort so entschieden. Bei einer Person habe die Polizei Personalien aufgenommen. Die Suche nach der Täterschaft laufe. Die Polizei habe bisher Kenntnis von einer Anzeige.
Ein Augenzeuge berichtete von einer Person, die mit blutüberströmtem Gesicht von Sanitätern betreut wurde. Die Verletzung steht laut Polizeisprecher Fichter aber nicht im Zusammenhang mit den Flaschenwürfen. Der Mann sei bei einer Auseinandersetzung vor einem anderen Lokal verletzt worden und habe sich danach in Richtung Reitschule begeben. Um diesen Vorfall habe sich eine weitere Polizeipatrouille gekümmert.
Behörden wollen koordiniert vorgehen
Sollten die Täter doch erwischt werden, könnte die Anzeige gegen sie auf eventualvorsätzliche Körperverletzung lauten – wenn die Täter in Kauf nehmen, dass der Wurfgegenstand jemanden verletzt. Wenn die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung klein ist, handelt es sich eher um bedingt fahrlässige Körperverletzung. Liegt beim Getroffenen keine Verletzung vor, kann immer noch der Tatbestand der Tätlichkeit erfüllt sein.
Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) will sich in den Medien zurzeit nicht zur Situation um die Reitschule äussern. Der Grund liegt in den laufenden Gesprächen: Rund um Probleme mit Einsätzen bei der Reitschule hat sich eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Stadt, Regierungsstatthalteramt und Polizei gebildet. Ziel ist laut Statthalter Christoph Lerch «ein koordiniertes Vorgehen der Behörden». Was die Gruppe inhaltlich diskutiert, sagt er nicht. Lerch kündigt aber an, dass die Gruppe bis im Frühling Resultate vorlegen will. (Berner Zeitung)
Erstellt: 06.01.2012, 06:16 Uhr
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17 Kommentare
In Zukunft kann ich auch machen wass ich will und dulde keine Polizei. Ich kann selbst bestimmen was Recht ist. Juppppiii!!!
Da kann der Kanton viel Geld sparen, hoffe er hat schon allen Polizisten gekündigt. Danke Mitte-Links Politiker.
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