Polizei führt vier Sans-Papiers ab
Aktualisiert am 02.07.2010 9 Kommentare
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Drei von ihnen befinden sich seit mehreren Tagen im Hungerstreik, wie Sarah Schilliger, Sprecherin und Aktivistin der Bleiberecht-Bewegung, sagte. Hierbei handle es sich allerdings um eine separate Aktion, die schon vor dem Protestcamp begonnen habe.
Der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause bedauerte den Polizeieinsatz. Die meisten der Aktivisten hätten sich nämlich an die Abmachung gehalten, den Platz bis zum Freitagmorgen zu räumen, sagte er auf Anfrage. Die abgeführten Flüchtlinge, die sich im Hungerstreik befinden, müssten nun medizinisch untersucht werden.
Ob es Schäden am Platz gegeben habe, wisse man noch nicht, sagte Nause. Möglicherweise sei die Wiese durch die Belagerung etwas in Mitleidenschaft gezogen worden.
Weitere Aktionen geplant
Das Protestcamp in unmittelbarer Nähe des Bundeshauses sei die erste Etappe einer schweizweiten Mobilisierung gewesen, sagte Aktivistin Schilliger nach dem Ende der Besetzung. Für den Sommer seienweitere Aktionen geplant.
Nun wolle man vor allem auf die Reaktion von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf warten. Die Aktivisten hatten der Justizministerin einen Brief übermittelt, in dem sie bessere Lebensbedingungen für Sans-Papiers in der Schweiz forderten.
Seit vergangenem Samstag hätten zwischen 200 und 300 Asylsuchende und Aktivisten auf der Kleinen Schanze campiert, bilanzierte Schilliger. Als grossen Erfolg wertete sie etwa die schweizweite Koordination der Bleiberecht-Bewegung. Die Besetzung hatte nach einer Kundgebung in Bern gegen Rassismus am vergangenen Samstag begonnen. (sda)
Erstellt: 02.07.2010, 17:43 Uhr
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9 Kommentare
Oh je der Sich. Direktor bedauert bereits den Polizeieinsatz vom Nachmittag.Schon wieder bedauern.Warum hat man den Protestierenden eine Woche Zeit gelassen,einen öffentlichen Erholungspark zu besetzen,den Rasen derart zu strapazieren,dass er mit Sicherheit auf Kosten Steuerzahler aufgefrischt werden muss.Warum können diese abgewiesenen Sans-Papiers unbehelligt in unseren Land herumspazieren? Antworten
Die Stadt Bern hat Fingerspitzengefühl bewiesen und so auch aufzeigen können, dass damit viel mehr erreicht wird als mit den ewig gleichen Drohgebärden und Plattitüden, wie sie SVP und FDP gestern im Stadtrat aufgefahren haben. Die Besetzer/innen haben die Sache wichtiger gewichtet als das beharren, was beiden dient - und vor allem den Sans Papiers & deren Anliegen. Danke allen Beteiligten! Antworten
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