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Peter Jezler geht trotz grossem Erfolg

Aktualisiert am 06.10.2008 7 Kommentare

Der Direktor des Historischen Museums Bern (HMB), Peter Jezler, verlässt das Museum Ende August 2009 trotz grossen Erfolgen. Als einen wichtigen Grund nennt er «das vergleichsweise komplizierte Netz von Aufsichtsorganen».

«Komplizierte Netz von Aufsichtsorganen»: Museumsdirektor Peter Jezler.

«Komplizierte Netz von Aufsichtsorganen»: Museumsdirektor Peter Jezler. (Bild: Markus Hubacher)

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Zudem habe er sich mit «erhöhten Erwartungen bei gleichzeitiger Verringerung des Handlungsspielraums» konfrontiert gesehen, teilte der Direktor des HMB am Montag mit. Jezler leitet das HMB seit 12 Jahren. Mit der Einstein-Ausstellung, die 2005/06 international Aufsehen erregte und 350'000 Eintritte verzeichnete, übertraf das HMB alle Erwartungen.

Auch Präsident geht

An der Spitze der Aufsichtskommission kommt es ebenfalls zu einem Wechsel: Alt Regierungsrat Mario Annoni gibt das Amt, das er seit 1994 inne hat, auf Ende Jahr ab. An der Medienkonferenz zu den Wechseln betonten beide, dass sie gut zusammen gearbeitet haben. Intern hatte Annoni seinen Rücktritt schon früher bekanntgegeben.

Annoni sagte, Jezler sei manchmal etwas ungeduldig gewesen, was er verstehe. Auch den meist knappen finanziellen Rahmen sowie den grossen Verwaltungsaufwand habe er als Last empfunden. Das sei jedoch der «Preis der Demokratie» und der breiten Trägerschaft mit Kanton, Stadt und Burgergemeinde. Auch dieses Jahr verzeichnete das Museum mit der Ausstellung über Karl den Kühnen ein Highlight mit 107'000 Eintritten innert vier Monaten. Diese Schau habe man mit einem weit überdurchschnittlichen Eigenfinanzierungsgrad von 85 Prozent realisiert.

Jezler sucht jetzt eine neue Herausforderung, ohne bereits konkret zu werden. Zu den Optionen gehört die Leitung eines andern Museums.

KUBUS im Kostenrahmen

In die Direktionszeit Jezlers fällt auch die Realisierung des Erweiterungsbaus KUBUS/Titan für 25,8 Mio. Franken. Dieser wird Ende Jahr teilweise eröffnet. Die Mehrkosten von einer halben Million liegen unter der Bauindex-Teuerung, wie das HMB schreibt. Auch dank dieser Erweiterung stehe das Museum im internationalen Vergleich «hervorragend da».

Der Erweiterungsbau, den man seit 80 Jahren anstrebe, schaffe Platz für Depots und die Wechselausstellungen. Damit könne die Dauerausstellung den bestehenden Hauptbau beanspruchen. Annoni lobte im Zusammenhang mit dem KUBUS die unternehmerischen Fähigkeiten, die Jezler neben seinem Rang als Wissenschafter auszeichneten. (rue/sda)

Erstellt: 06.10.2008, 17:23 Uhr

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7 Kommentare

Martin Seckler

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Und was ist der wahre Grund, dass Jezler gehen muss? Antworten


Samy Bill

Melden

Vielleicht hat er auch den Apparat überstrapaziert. Es ist ja nicht der einzige Personalwechsel im BHM in den letzten Jahren. Antworten



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