Neue Tapas-Bar und Musik-Keller in der Berner Altstadt
Antonio Gomez, Wirt des Hotels Nydegg und des Restaurants Treff in der unteren Altstadt, hat ein neues Lokal eröffnet, eine Tapasbar an der Gerechtigkeitsgasse 12. Sie grenzt an die Pizzeria Treff. Gomez bietet ein gutes Dutzend spanische Appetithäppchen an, unter anderem flambierte Chorizo, Kuttelneintopf mit Kichererbsen (beides 9 Fr.), Pulpo und Kabeljau (Fr. 24.50). Auch eine Paella (42 Fr.) steht auf der Karte. Spanische und portugiesische Weine in Flaschenqualität gibts – in schönen Gläsern serviert – im Offenausschank. Das Lokal ist mit einer Bar, einer kleinen Schauküche sowie mehreren Tischen bestückt. Hinter einer knallroten, bequemen Lederbank füllt ein riesiges Bild einer Flamencoszene die Wand aus. Demnächst soll eine kleinere Bühne installiert werden. Antonio Gomez möchte regelmässig Flamencoanlässe durchführen.
Komfortables Ambiente
«Wir haben auf ein komfortables spanisches Ambiente mit Niveau Wert gelegt», sagt der Architekt Conrad Ramseyer. Das Haus an der Gerechtigkeitsgasse gehört seit 1958 Fritz Leu, dem ehemaligen Direktor des Inselspitals. Er eröffnete hier in den frühen 1960er-Jahren einen Restaurationsbetrieb. Es war das erste Café in der unteren Altstadt mit Aussenbestuhlung. Der Treff wurde über vierzig Jahre lang von Rolf Rebmann geführt. Der Name des Lokals «Treff» kommt nicht von ungefähr. Die untere Gerechtigkeitsgasse – rund um den 1844 abgebrochenen Brüggler-Brunnen – war in früheren Jahrhunderten ein beliebter Treffpunkt für Marktfahrer und die Bevölkerung.
Musik im Jetläg-Keller
Ebenfalls an der Gerechtigkeitsgasse (Hausnummer 53) hat Reisebüroinhaber Schämpu Schär das Kellerlokal Jetläg eröffnet. Bis Ende Februar 2008 wurde hier die Jackson Lounge betrieben, wo regelmässig Livebands auftraten. Schär will im 60-plätzigen Kellerlokal auch künftig wieder Bands spielen lassen. «Wir suchen Musiker, die sich bei uns melden und ohne grosse Gage auftreten, keine grossen Events», sagt er. Ein Piano, ein Schlagzeug, Bass und Gitarren sind im Jetläg permanent vorhanden. Damit, wie Schämpu Schär sagt, spontane Jamsessions möglich seien. Ist keine Liveband am Werk, läuft Musik aus den 70er- und 80er-Jahren. Kulinarisch bietet das Kellerlokal unter anderem Fleisch- und Käseplättchen, Weine in Flaschen und im Offenausschank sowie diverse Biersorten. «Drinks zu angenehmen Preisen», sagt Schär, «ein Bier kostet bei uns 4.50 Franken.»
Geöffnet ist der Jetläg jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag von 17 bis 0.30 Uhr (bis 15.Dezember erst ab 19 Uhr). Montag, Dienstag und Mittwoch will Schär das Lokal an Firmen oder Private vermieten, wobei der Jetläg das Catering übernimmt. Das Kellerlokal verfügt auch über ein Fumoir. (Berner Zeitung)
Erstellt: 07.12.2011, 11:31 Uhr
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