Museumsnacht: 39 Institutionen empfangen Nachtschwärmer
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Der Botanische Garten etwa, der heuer sein 150-jähriges Bestehen feiert, befasst sich passenderweise mit den Thema «jünger werden im Pflanzenreich».
Das Kunstmuseum bietet Einblicke in die aktuellen Ausstellungen, umrahmt von den sphärischen Klängen des Berner Kontrabassisten Mich Gerber. Das Naturhistorische Museum geht Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur nach. Und das Historische Museum lädt Familien zu einer Ritterführung ein.
Wie immer an der Museumsnacht, können Neugierige an verschiedenen Führungen das Bundeshaus erkunden. Zu entdecken gibt es etwa die topmoderne Infrastruktur, die den Ratsbetrieb in den alten Mauern erst ermöglicht. Wer mag, kann einmal durch das Sitzungszimmer des Bundesrates Schlendern.
Neben den grossen und bekannten Institutionen warten auch kleinere und unbekanntere mit Entdeckungen auf. In der Lichtspiel- Kinemathek beispielsweise sollte man seinen Augen besser nicht trauen. Unter dem Titel «Augentricke» sind aussergewöhnliche Filminstallationen zu sehen.
Das Psychiatriemuseum lädt ins «Kabinett der Illusionen», wo eine Welt voll wunderlicher Wesen wartet. Die Bibliothek am Guisanplatz (ehemals Eidgenössische Militärbibliothek) widmet sich der jüngeren Schweizer Geschichte, konkret dem dramatischen Weltkriegssommer 1942.
Vom Fünfsternbankett zum Armutssüpplein
Im Schützenmuseum gibts für Hungrige eine Schützenwurst. Ein Abstecher zur eidgenössischen Alkoholverwaltung verspricht Märchenhaftes aus dem Land der grünen Fee.
Im Hotel Bellevue Place bekommt man einen Eindruck davon, wie die Tafel bei einem Staatsbankett aussieht. Und in der Heiliggeistkirche gibts Kontrastprogramm beim «Armutssüpplein».
Die Museumsnacht startet um 18 Uhr, die Museen sind bis 2 Uhr früh geöffnet. Vergangenes Jahr zählten die Verantwortliche über 90'000 Eintritte. Die Verkehrsbetriebe BERNMOBIL verbinden die Ausstellungsorte mit Shuttle-Bussen. (aw/sda)
Erstellt: 19.03.2010, 13:17 Uhr
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