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Modellflugzeuge bleiben am Boden

Von Peter Steiger. Aktualisiert am 28.09.2011 2 Kommentare

Die Flugplatzgegner freuen sich, die Modellpiloten sind frustriert. Der Kanton will von ihnen wissen, ob sie das Flugfeld bei Jegenstorf wirklich brauchen.

Im grünen Gras statt am blauen Himmel.   Wolfgang Weisenbach auf dem Gelände des geplanten Flugplatzes bei Jegenstorf. Die Modellpiloten können noch nicht starten.

Im grünen Gras statt am blauen Himmel. Wolfgang Weisenbach auf dem Gelände des geplanten Flugplatzes bei Jegenstorf. Die Modellpiloten können noch nicht starten.
Bild: Stefan Anderegg

«Wir sind dankbar, dass der Kanton unsere Beschwerden gutgeheissen hat», sagt der Jegenstorfer Gemeinderatspräsident Daniel Wyrsch (SP). Damit seien die Pläne für den Modellflugplatz zwar noch nicht endgültig vom Tisch, aber neue Hürden seien aufgebaut, die schwierig zu überwinden seien.

Die Modellfluggruppe Panorama Fly will bei Jegenstorf ein Flugfeld einrichten. Gegen das Baugesuch opponierten rund 50 Private sowie die Gemeinde. Unter anderem fürchteten die Einsprecher Lärm und kritisierten, dass im nahen Wald die Tiere gestört würden.

Trotzdem bewilligte der Regierungsstatthalter das Gesuch. Allerdings befristete er die Erlaubnis vorläufig auf 6 Monate. Gegen diesen Entscheid beschwerten sich sowohl die Modellfluggruppe wie auch die Flugplatzgegner. Die Hobbypiloten wollten eine unbefristete Genehmigung, die Kontrahenten wollten das Flugfeld definitiv verhindern.

Die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) hat nun entschieden, dass Panorama Fly noch vertiefter als bisher abzuklären hat, ob überhaupt ein Bedürfnis nach einer solchen Einrichtung besteht und ob andere Standorte möglich sind. Wenn diese Papiere vorliegen, müssen das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung und dann der Statthalter die Baubewilligung erneut beurteilen.

Dass nun alles weiterhin in der Schwebe sei, bezeichnet Wolfgang Weisenbach, der Präsident der Panorama Fly, als unerfreulich. «Selbst ein negativer Entscheid wäre uns lieber gewesen», sagt er, «dann hätten wir wenigstens rekurrieren können.» Gemeinderatspräsident Daniel Wyrsch hingegen betrachtet den Aufschub als Erfolg. Auch wenn die Modellfluggruppe die neuen Abklärungen nachliefere, habe der Flugplatz damit noch nicht grünes Licht. «Wir beanstanden auch, dass die Pläne die Gewässerschutzbestimmungen verletzen», so Wyrsch. «Zu diesen und anderen Vorwürfen hat sich die BVE noch gar nicht geäussert.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 28.09.2011, 08:20 Uhr

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2 Kommentare

Sandra Richter

28.09.2011, 09:52 Uhr
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Das braucht es in Jegenstorf nicht, denn 10 Kilometer weiter hat es einen Modellflugplatz in Bätterkinden. Mit diesen Leuten habe ich öfters schlechte Erfahrung gemacht. Wenn man mit dem Pferd daher kommt, müssen sie extra ihr Modellflugzeug im Sturzflug und sehr nahe vorbeilenken. Antworten


peter keller

28.09.2011, 08:34 Uhr
Melden 2 Empfehlung

rousseau lässt grüssen....macht euch auf die kargheit der verzichtspolitik gefasst, die hammerhart gegen jeden vorgeht, der nicht dem mantra des guten naturmenschen folgt. das ganz wegen eine paar modellflugzeugen (!!) ist mehr als lächerlich und typisch bünzlischweizerischer gutmenschnlicher bulls..... Antworten



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