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Modell ermöglicht Überlebensprognose für HIV-Patienten in Afrika

Aktualisiert am 16.07.2010

Die Überlebenschance von HIV-Patientinnen und –Patienten in Afrika südlich der Sahara, kann nun ermittelt werden. Eine internationale Forschungsgruppe unter Berner Leitung hat zwei Risiko-Modelle erstellt.

Viele Infizierte: Trotz einer hohen Todesrate, hat Afrika bisher über kein Vorhersagemodell für HIV-Infizierte verfügt.

Viele Infizierte: Trotz einer hohen Todesrate, hat Afrika bisher über kein Vorhersagemodell für HIV-Infizierte verfügt.
Bild: Keystone

So wird die Überlebenschance berechnet

Anhand von statistischen Analysen wurde ein prognostisches Modell entwickelt, das auf fünf klinischen Vorhersage-Indikatoren beruht: der Anzahl bestimmter Abwehrzellen, die vom HI-Virus infiziert und zerstört werden (CD4-Helferzellen), dem klinischen Stadium, dem Körpergewicht, dem Alter und dem Geschlecht («CD4-Modell»).

Die Industrieländer besitzen bereits Modelle, die die Überlebenschance von HIV-Patienten beim Start einer antiretroviralen Therapie (ART) voraussagen. In Entwicklungsländern gab es jedoch bis jetzt, trotz hoher Todesrate, keine Vorhersage-Modelle für HIV-Infizierte.

Eine Forschergruppe um Matthias Egger vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern hat nun zwei prognostische Modelle entwickelt. Diese sagen das Sterberisiko im ersten Jahr der Therapie in Afrika südlich der Sahara voraus, teilt die Universität Bern mit. Mit den Modellen identifizieren die Wissenschaftler Risikofaktoren für den Tod von Patienten zu Beginn der Therapie. (sgl/pd)

Erstellt: 16.07.2010, 10:58 Uhr

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