Milchbauern demonstrieren in Bern für «faire Spielregeln»
Zu der Kundgebung aufgerufen hat die Bäuerliche Interessengemeinschaft für Milchmarktkampf (BIG-M).
Motion im Nationalrat
Ihre Unterstützung galt einer Motion von Andreas Aebi (SVP/BE), welche diese Woche im Nationalrat behandelt werden soll. Mit einem Ja zu diesem Vorstoss könne die grosse Kammer ein Zeichen setzen und die Verantwortung über die Milchmenge den Produzenten übertragen, erklärte ein Sprecher der BIG-M an der Kundgebung.
Bis vor kurzem habe die Politik gutgläubig der Branchenorganisation Milch (BOM) vertraut, in der Produzenten und Händler vertreten sind. Doch mit ihren jüngsten Beschlüssen habe die BOM auf sämtliche Versuche verzichtet, die Milchmenge zu steuern, kritisierten die Demonstranten.
Nicht im Interessen der Gesellschaft
Dies möge im Interessen der Industrie sein, «niemals aber der Gesellschaft». Wenn 200 Millionen Liter Milch an der Nachfrage vorbei produziert würden, gehe das alle etwas an: «Was nützen die halbjährlichen Gewinnrekorde der Molkereiunternehmen, wenn die Milchbauern mit dem Erlös ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können?» (pk/sda)
Erstellt: 27.09.2010, 13:36 Uhr
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