Mehrweggeschirr bleibt auch für Crêpier Pflicht
Von Sandra Rutschi. Aktualisiert am 17.02.2012 1 Kommentar
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Mit einer Motion wollte die FDP-Fraktion im Stadtrat das Abfallreglement präzisieren. Stein des Anstosses ist die Pflicht, dass bei Veranstaltungen Mehrweggeschirr verwendet werden muss. Die FDP wollte diese Pflicht auf Grossveranstaltungen beschränken und den Begriff einer Grossveranstaltung definieren. Auslöser für die Motion war der Fall von Crêpier Roger Christeller, der auf dem Bärenplatz Crêpes und Glace verkauft. Er muss seit Ende 2010 wie andere Marktfahrer und Kleingewerbler Mehrweggeschirr verwenden. Dagegen wehrte er sich. Das Verwaltungsgericht hat die Ausweitung des Reglements jedoch gestützt.
«An Grossveranstaltungen ist die Mehrweggeschirrpflicht sehr sinnvoll», sagte Motionär Bernhard Eicher am Donnerstag im Stadtrat. «Doch das Kleingewerbe wird dadurch zerstört und die Stadt als Wirtschaftsstandort schlecht gemacht.» Unterstützung erhielt die FDP-Fraktion indes nur von der SVP. Die restlichen Fraktionen im Stadtrat warfen den Freisinnigen vor, lediglich die Mehrweggeschirrpflicht aufweichen zu wollen. «SVP und FDP proklamieren seit Jahren, die Stadt sei dreckig und vermüllt. Habt ihr Angst davor, ein Wahlkampfthema zu verlieren?», fragte Manuel Widmer (GFL/EVP). Nun habe man ein Abfallreglement, das greife, doch die FDP wolle es aufweichen. Der Stadtrat lehnte den Vorstoss mit 47 zu 16 Stimmen ab. (Berner Zeitung)
Erstellt: 17.02.2012, 06:53 Uhr
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