Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Mehr Äschen dank der Fischtreppe

Von Jürg Spori. Aktualisiert am 24.08.2011 1 Kommentar

Vor drei Jahren wurde das Fangen von Äschen in der Aare verboten, weil der Bestand stark zurückgegangen war. Dank der Fischtreppe im Schwellenmätteli gibt es wieder mehr dieser seltenen Fische, und im Zählbecken kann ihr Verhalten erforscht werden.

Im Zählbecken fangen Markus Schneider und Markus Meyer 
die Fische und entlassen sie nach der Erfassung sofort wieder in die Freiheit.

Im Zählbecken fangen Markus Schneider und Markus Meyer die Fische und entlassen sie nach der Erfassung sofort wieder in die Freiheit.
Bild: Jürg Spori

Markus Meyer zeigt im Zählbecken eine 30 Zentimeter lange Barbe. (Bild: Jürg Spori)

Die Fischtreppe in Bern ermöglicht den Aufstieg der Fische bis Thun. (Bild: Jürg Spori)

Seit nunmehr zehn Jahren können Fische im Schwellenmätteli dank einem «Fischpass» die Aare flussaufwärts in Richtung Thun zu ihren Laichplätzen schwimmen. Im letzten Mai hat Energie Wasser Bern neben den Schwellen ein Fischzählbecken gebaut. Seither kontrollieren die Fischerinnen und Fischer des Pachtvereins Bern jeden Abend den Bestand.

An diesem Abend ist Fischzählungsleiter Markus Schneider im Zähldienst. Und auch der Präsident des Bernisch Kantonalen Fischereiverbandes, Markus Meyer, schlüpfte bei 35 Grad Hitze in die Gummistiefel.

Bevor die beiden Zähler ins Becken hinabsteigen, muss der Wasserpegel von einem Meter auf 20 Zentimeter abgesenkt werden. Markus Schneider lässt das Wasser abfliessen, indem er die Schieber des Beckens öffnet. Damit die Fische, welche ins Becken schwimmen, nicht ausreissen können, wird der Rückweg mit Reusen versperrt.

Mit Kescher und Kessel

Dann steigen die beiden Fischer mit Kescher und Kessel ins Becken hinab. «Zumindest können wir hier unten die Beine etwas abkühlen», witzeln die beiden. «Da hinten ist ein Schwarm kleiner Fische, es sind Schneider», sagt Markus Meyer. Ganz langsam waten die beiden Männer durchs Wasser und wollen die Fische in einer Ecke einfangen. Doch der Schwarm flüchtet blitzschnell in eine andere Ecke. Sekunden später zappelt plötzlich eine grosse Barbe in Meyers Netz. Schneider streckt ihm den Wasserkessel entgegen. Mit dem Fisch im Kessel steigen die beiden Männer aus dem Becken, nehmen die Masse des Tiers auf und entlassen ihn flussaufwärts in die Freiheit. 30 Zentimeter kritzelt Zählmeister Schneider aufs Statistikblatt. Schliesslich fangen die beiden Fischer noch zwei 15 Zentimeter lange Alets und 25 ungefähr 5 bis 7 Zentimeter lange Schneider. Auch sie werden für die Statistik erfasst und sofort wieder ausgesetzt. «Durch diese Zählart erleiden die Fische praktisch keinen Stress», betont Markus Schneider. Das Zählen gebe wichtige Aufschlüsse über das Verhalten der Fische.

Laichgründe dank Fischtreppe

Weil bis vor drei Jahren der Bestand der Äschen in der Aare stetig sank, wurde der Fang dieser Fischart damals verboten. «Doch jetzt ist der Äschenbestand in der Aare wieder markant angestiegen», sagt Meyer.

Nach seinen Angaben hat die Fischtreppe im Berner Schwellenmätteli zur Vermehrung der Äsche sehr viel beigetragen. Grund: Die Fische können ohne Hindernis 24 Kilometer aareaufwärts bis Thun zu den Laichplätzen schwimmen. Der kiesige Aaregrund zum Beispiel in der Hunzigenau sei fürs Laichen der Äschen besonders geeignet, erklärt Schneider. (Berner Zeitung)

Erstellt: 24.08.2011, 13:19 Uhr

1

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

1 Kommentar

stefan grau

25.08.2011, 05:36 Uhr
Melden

stimmt so nicht ganz. es hat auch ohne fischtreppe einen hervorragenden fisch (auch äschen-) bestand oberhalb dem schweller. das problem für deren bestandszusammenbruch war eine zu starke befischung und falsche schonmasse. schon 1996 haben biologen (j. gutruf) das fischerei-inspekorat vor einem bestandszusammenbruch gewarnt und sofortmassnahmen gefordert, das inspektorat hat erst 2007 reagiert. Antworten



Populär auf Facebook Privatsphäre


Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

WERBEN SIE ONLINE

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!