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Lautstarker Protest der Bauern gegen Blauzungenimpfung

Aktualisiert am 02.03.2009

Bauern und Bäuerinnen aus verschiedenen Landesteilen haben am Montagnachmittag in Bern gegen die obligatorische Blauzungenimpfung ihrer Rinder protestiert. Sie machten mit Kuhglocken und Transparenten auf ihr Anliegen aufmerksam.

Schnell und schmerlos: Die Impfung gegen Blauzungenkrankheit ist jedoch umstritten.

Schnell und schmerlos: Die Impfung gegen Blauzungenkrankheit ist jedoch umstritten. (Bild: Hans-Peter Widmer)

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«Stopp dem Impfzwang» oder «Kühe nicht vergiften!» war auf den Spruchbändern etwa zu lesen. Die rund 150 bis 200 Teilnehmenden der Kundgebung trafen sich pünktlich zum Sessionsauftakt vor dem Bundeshaus West, wo sie auch eine Petition mit rund 2300 Unterschriften übergaben, wie Nationalrat Josef Kunz (SVP/LU) auf Anfrage sagte.

Mit dem lautstarken Protest, der vom Verein Bauernverstand organisiert wurde, verlangten die Landwirte die sofortige Aufhebung des Impfzwangs sowie eine finanzielle Kompensation der Impfschäden. Ausserdem soll das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) prüfen, ob der Impfstoff keine Rückstände in Milch und Fleisch hinterlässt.

Am kommenden Mittwoch werde sich eine Delegation des Vereins Bauernverstand mit Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) treffen, um die Forderungen zu besprechen. «Es wird schwierig werden, aber wir haben gute Argumente», sagte Kunz.

Nach einer Impfkampagne im vergangenen Jahr erklärte der Bund die Impfung von Rindern und Schafen auch für 2009 für obligatorisch. Laut einer Studie des BVET wurden keine gravierenden Nebenwirkungen der Impfung festgestellt. (ase/sda)

Erstellt: 02.03.2009, 14:57 Uhr

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