Kuwaiter besitzen bereits Land in Bern-West

Bern-WestOb in Bern-West jemals eine Moschee gebaut wird, wie es dem Islamischen Zentralrat vorschwebt, ist unklar. Tatsache ist, dass hier eine grosse Parzelle Land einer Firma aus Kuwait gehört.

Die fehlende Zonenkonformität wäre ein Hindernis für eine Moschee (Themenbild).

Die fehlende Zonenkonformität wäre ein Hindernis für eine Moschee (Themenbild). Bild: Keystone

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Die Idee des radikalen Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS), in Bern-West eine grosse Moschee zu bauen, hat viele Diskussionen ausgelöst – damit entstand genau das, was IZRS-Präsident Nicolas Blancho wohl erreichen wollte: Aufmerksamkeit für die Splittergruppe der Muslime in der Schweiz. Blancho selber sagte bereits, dass es sich erst um eine Idee handle. Und er erzählte weiter, dass er bei potenten Geldgebern in Kuwait und Katar um Unterstützung für verschiedene Projekte wie die Moschee weible.

Ein Stück Land hat Blancho nach eigenen Angaben nicht. Er sprach allerdings von Bern-West als Wunschstandort. Fakt ist: Eine 26'000 Quadratmeter grosse Parzelle an der Riedbachstrasse im Weiler Buech in Bern-West gehört bereits Kuwaitern. Das Stück Land zwischen dem Standplatz der Fahrenden und der Resag ist laut dem städtischen Vermessungsamt auf die Arwa Real Estate General Trading Consulting Company Kuwait eingetragen. Dahinter steht offenbar ein ehemaliger Ministerpräsident.

Fehlende Zohnenkonformität

Was das kuwaitische Unternehmen mit dem Gelände direkt an der Autobahn vorhat, ist völlig unklar. Die Recyclingfirma Resag, die ihren Sitz in unmittelbarer Nachbarschaft hat, zeigte einst Interesse an der Parzelle, um auszubauen. Doch auf Anfragen seien nie Antworten eingegangen. 2008 wurden Pläne für ein gigantisches Automuseum publik – finanziert durch die Kuwaiter. Die Pläne scheiterten, weil das Projekt nicht zonenkonform war. Das Grundstück liegt in der Industrie- und Gewerbezone. Die fehlende Zonenkonformität wäre auch ein Hindernis für eine Moschee an dieser Stelle. Es müsste umgezont werden. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 17.01.2012, 09:03 Uhr)

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