Kursschiffahrt soll nicht untergehen

Der Berner Regierungsrat soll etwas gegen den drohenden Untergang der Kursschifffahrt auf den Berner Seen unternehmen. Auf Geheiss des Grossen Rats muss er nach Lösungen suchen.

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Der Vorstoss, der von Grossratsmitgliedern sämtlicher Couleur getragen wurde, zielte auf jährliche Betriebsbeiträge ab. Trotz enormer Anstrengungen gelinge den Schifffahrtsunternehmen der rentable Betrieb nicht, sagte Mitunterzeichner Hans-Jörg Rhyn (SP/ Zollikofen) im Rat.

«Die Kursschifffahrt darf nicht untergehen», mahnte Peter Moser (FDP/Biel). Sie sei wichtig für den Tourismus und trage auch zu einer besseren Lebensqualität bei. Christine Häsler (Grüne/ Burglauenen) appellierte an die Ratskollegen: «Stellen Sie sich unsere Seen ohne Schiffe vor!»

Touristisches Angebot

Die Regierung gab in der Antwort auf den Vorstoss zu bedenken, dass sie 2004 entschieden habe, nach 2008 keinen Zustupf mehr an die bernische Kursschifffahrt zu leisten. Diese sei ein touristisches Angebot und nicht Teil des öffentlichen Verkehrs.

Bau-, Energie- und Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer (SP) erklärte im Rat allerdings, auch für sie seien Seen ohne Schiffe undenkbar. Es stelle sich jedoch die Frage, ob und wie die Kursschifffahrt finanzierbar sei.

Sie werde sich bemühen, Lösungen zu finden und dabei auch die Seegemeinden in die Pflicht nehmen, versprach Egger-Jenzer. Der Grosse Rat überwies den Prüfungsauftrag am Donnerstag deutlich mit 95 Ja-Stimmen gegen 4 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen. (vh/sda/)

Erstellt: 21.01.2010, 09:46 Uhr

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