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«Kultur ist nicht nur Klubkultur»

Von Claudia Salzmann. Aktualisiert am 18.10.2011 1 Kommentar

Seit letzter Woche ist bekannt, dass auch das Sous Soul Ende Jahr schliessen wird. Dessen Betreiber kritisierten «Bekult», den Dachverband der Kulturschaffenden. Ihr Präsident, Christian Pauli, nimmt gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet Stellung.

Ein Sommerabend vor der Reithalle: Das Partyvolk ist unterwegs.

Ein Sommerabend vor der Reithalle: Das Partyvolk ist unterwegs.
Bild: Claudia Salzmann

Christian Pauli präsidiert «Bekult» seit dessen Gründung vor zweieinhalb Jahren. (Bild: Beat Mathys)

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«Eine schlechte Figur macht unserer Ansicht nach auch der Dachverband der Kulturveranstalter Bekult», schrieben die Sous-Soul-Betreiber in einer Mitteilung am letzten Freitag. «Bekult» vermöge kaum über den eigenen Tellerrand hinaus zu mobilisieren und zeige für Problematiken, welche nicht die eigenen Pfründe bedrohen, kein Interesse und lasse sich schon gar nicht zu Aktivitäten hinreissen.

Dass «Bekult» nicht aktiv sei, damit ist Christian Pauli, der Präsident des kritisierten Vereins, nicht einverstanden: «Die Kritik ist zum jetzigen Zeitpunkt fehl am Platz. Wir haben intensiv an der laufenden Petition ‹Aktives Nachtleben› mitgearbeitet, Teile davon ausformuliert und über unsere Kanäle aufgerufen, diese zu unterschreiben.» Obwohl «Bekult» inhaltlich hinter der Petition stehe, habe sich der Verein offiziell nicht hinter die Petition gestellt, weil er weitere Interessen innerhalb der Kultur vertrete.

Konzentration an einem Ort unerwünscht

Unter Kultur verstehe «Bekult» denn auch Klubkultur, aber nicht nur. Seit zweieinhalb Jahren existiert der Verein und von Anfang an sei es klar gewesen, dass man den Spagat zwischen den verschiedenen Interessen und Anliegen machen müsse. «Nicht alle unsere Mitglieder sind gleicher Meinung, was das angebliche Klubsterben anbelangt», erklärt Christian Pauli. «Wir verfolgen ja genau diesen Anspruch: Über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.»

Dass es in Bern Handlungsbedarf gebe, ist sich Pauli im Klaren. Lösungen kann auch er nicht aus dem Ärmel schütteln. «Es geht nicht nur um Lärm, das Ganze ist viel grösser», sagt der 47-Jährige. Es gehe darum, was man mit den Jugendlichen und Junggebliebenen tun wolle, die nächtens ab 22 Uhr die Stadt übernehmen.

Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, Zonen zu schaffen, wo Veranstaltungen einfacher durchgeführt werden könnten. Konkrete Lösungsvorschläge erwartet er von der Politik. Eine Konzentration der Klubs an einem Ort ist indes nicht sein Geschmack. «Schon heute gibt es Leute, die die Aarbergergasse meiden, weil ihnen diese Einfältigkeit nicht passt. Ich plädiere für die Vielfalt und erhoffe mir, dass Kultur an mehreren Orten in der Stadt möglich ist.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.10.2011, 06:09 Uhr

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1 Kommentar

Fire Widmer

20.10.2011, 12:18 Uhr
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Als es in der Abstimmung Anfang Jahr darum ging den 5 grossen subventionierten Häusern Gelder zu retten, war das Engagement von Bekult nicht zu knapp. Was die Kulturellen Wert dieser Orte anbelangt waren damals auch nicht alle die 5 x Ja eingeworfen haben gleicher Meinung... Um dieselbe Solidarität für's Sous Soul aufzubringen, müssten Teile von Bekult anerkennen dass "Klubkultur auch Kultur ist". Antworten



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