Kommentar: Nun muss das Camp Chefsache werden
Von Mirjam Messerli. Aktualisiert am 18.05.2011 8 Kommentare
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Mirjam Messerli ist Redaktorin im Ressort Stadt Bern. (Bild: Andreas Blatter)
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Diese Strategie beschlossen hat der Gesamtgemeinderat, ausbaden musste sie Reto Nause allein. Das ist zwar sein Job als zuständiger Gemeinderat, es sieht aber einmal mehr so aus, als ob die rot-grüne Mehrheit in der Regierung ganz froh ist, die Verantwortung für ein heikles Geschäft einem Bürgerlichen abgeben zu können.
Nun klinkt sich Nause aus und macht das Geschäft damit zur Chefsache. Stadtpräsident Alexander Tschäppät wird nicht darum herumkommen, ab sofort
eine aktivere Rolle einzunehmen. Auch die Aktivisten haben ihre Verantwortung bisher nicht wahrgenommen. Ihr «Entgegenkommen» war nicht der Rede wert: Sie benannten ihr Zeltlager bloss in «Mahnwache» um. Sie hoben vor den Medien hervor, sie hätten die Bedingungen des Gemeinderats erfüllt und Zelte abgebaut, verschwiegen aber, dass diese Zelte nicht im Camp, sondern im Quartier standen.
Die Aktivisten bauten ihren Protest gar aus und ziehen nun jeden Donnerstag durch die Stadt. Geht es hier wirklich noch um die Sache? Um Angst vor Atomenergie? Nein. Vielmehr bekommt man den Eindruck, als genössen die Aktivisten einfach das Machtspielchen mit den Behörden. Es ist nun am Gemeinderat, dieses Spiel zu beenden.
mirjam.messerli@bernerzeitung.ch (Berner Zeitung)
Erstellt: 18.05.2011, 06:16 Uhr
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8 Kommentare
Es geht schon seit Wochen nicht mehr um die Sache mit dem Atomausstieg, gänge es darum würde man auch auf Seite der Aktivisten einen höheren Grad an konstruktiver Diskussion anstreben, dies ist nicht der Fall. Das ewige Traktieren auf diesem recht bescheidenen Niveau ist eine Farce. Die Stadt Bern, speziell Herr Nause hätten schon vor Wochen einen härteren Kurs fahren müssen, können Sie aber nicht Antworten
Deshalb unterstütze ich die städtische Volksinitiative "JA zum friedlichen Protestcamp vor der BKW" und bin zuversichtlich, dass die 5'000 Unterschriften innert kürzester Zeit beisammen sind. Dann geht es hier auch endlich wieder um den Inhalt. (Der ja nicht zuletzt von BZ und Bund selber in den Hintergrund gerückt wurde!) Antworten
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