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Kinder zeigen Autolenkern, wie es auf dem Fussgängerstreifen besser geht

Von Lea Stuber. Aktualisiert am 08.11.2011 12 Kommentare

Morgens und abends stehen sie derzeit bei Kreuzungen und Schulen: Bis zu 300 Polizisten markieren im Kanton Bern Präsenz. Bei der Sonnenhofschule im Ostring machten sie am Dienstag zusammen mit Schülern Autofahrer aufs Warten bei Fussgängerstreifen aufmerksam.

1/10 Verkehrsinstruktor Adrian Jenny erklärt den Zweitklässlern des Sonnenhofschulhauses, was sie machen werden.
Bild: Lea Stuber

   

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Zu zweit warten sie beim Fussgängerstreifen am Kreisel. Ein Blick nach rechts, ein Blick nach links. Das Auto hält an. Mit einem Handzeichen bedanken sich die beiden Zweitklässlerinnen beim Fahrer und laufen los. Ein Polizist in Zivil meldet Verkehrsinstruktor Adrian Jenny, der ein paar Hundert Meter weiter auf der Buchserstrasse steht, den Autotypus mit dem Zusatz, dass dieser Autofahrer sich korrekt verhalten und gewartet habe. Jenny dann hält den Autolenker an.

Zusammen mit einer weiteren Polizistin übergeben zwei der Schüler dem Autolenker ein «Mandarinli» und einen Flyer mit dem Text «Herzlichen Dank! Sie sind ein gutes Vorbild».

Eine rote Karte für Weiterfahrende

Doch nicht alle Autolenker fahren vorbildlich. Elf der 28 angehaltenen Fahrer wurden von den Kindern symbolisch mit einer roten Karte verwarnt. «Guete Morge, dir heit leider nid aghaute», heisst es dann von den Zweitklässlern.

Seit 2002 führt die Polizei zusammen mit der Schule und dem Elternrat beim Sonnenhofschulhaus jährlich die «Aktion Mandarine» durch. In den vergangenen Jahren gab es jeweils drei bis fünf rote Karten. Besondere Brisanz erhält die Aktion in diesem Jahr, weil vergangene Woche drei Menschen auf Fussgängerstreifen tödlich verunglückten. Die Automobilisten sollen sensibilisiert werden und sich ihrer Verantwortung bewusst werden – besonders jetzt wieder, wenn es am Morgen neblig, dunkel und nass ist auf den Strassen. «Das klappt besser, wenn das junge Schüler den Fahrern mit einer Mandarine oder einer roten Karte zeigen», ist Romeo Wälti, Gruppenchef der Verkehrssicherheit Gemeinde Bern, sicher.

Uneinsichtigkeit gibt es dennoch: Eine ältere Dame ist überzeugt, dass die wartenden Kinder «doch gar nicht über die Strasse» wollten. Sie wisse, wie man Auto fahre: «Schliesslich bin ich seit 40 Jahren auf den Strassen unterwegs.» Eine Töfffahrerin, die den wartenden Kindern Vortritt gewährte, freut sich über die Mandarine: «Das ist flott! So werde ich gerne angehalten.»

Bis Ende Woche mehr Polizisten

Zusätzlich zur «Aktion Mandarine» sind bis Freitag 200 bis 300 Polizisten im Kanton Bern bei besonders gefährlichen Kreuzungen oder in der Nähe von Schulen unterwegs. Jeweils am Morgen ab sieben Uhr, über den Mittag und ab drei Uhr nachmittags. Durch die Präsenz sollen sich Autolenker, Velofahrer und Fussgänger wieder stärker auf den Verkehr konzentrieren. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.11.2011, 13:49 Uhr

12

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12 Kommentare

Tschannen Werner

08.11.2011, 15:02 Uhr
Melden 13 Empfehlung

ne super Aktion, bis der Polizist nicht mehr dabei ist, dann wird einfach auf die Strasse gelatscht!
Man sollte mal das selbe mit Fussgänger machen! Nimmt mich ja wunder wieviele rote Karten da dem Fussvolk verteilt wird da man ohne links/rechts schauen auf die Strasse gelatscht ist.
Antworten


Mario Iseli

08.11.2011, 14:49 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Wirklich eine spuer Arbeit leistet unsere Polizei. Trotz stetig steigenden Aufgaben können wir uns stets auf unsere Polizei verlassen. Vielen Dank Antworten



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