Kinder putzen freiwillig die Stadt
Aktion des Vereins Benevol Bern
Die Putzaktion, an welcher sich nebst der 4C noch weitere elf Klassen des Wankdorfschulhauses beteiligten, wurde vom Verein Benevol Bern organisiert. Er übernimmt in der Stadt und Region Bern eine wichtige Funktion in der Freiwilligenarbeit ein.
Im Rahmen des Benevol-Aktionstages haben rund 240 Schüler unter anderem den Bären- und Waisenhausplatz, die Grosse Schanze und den Bremgartenwald von Abfällen befreit. Die Putzaktion ergänzte die städtische Kampagne «Subers Bärn – zäme geits!»
Als Dank offerierte die Stadt den Helfern ein Zvieri.
Für einmal fand der Dienstag nicht im Klassenzimmer oder in der Turnhalle statt. Die Klasse 4C von Lehrerin Sibille Tschanz traf sich stattdessen um 9 Uhr auf dem Zirkusplatz des Gaswerk-Areals.
Dort stattet Markus Guggisberg von der Stadtgärtnerei die kleinen und grossen Helfer mit Greifzangen aus. Guggisberg ist an diesem Tag verantwortlich für die fachliche Anleitung der ungewöhnlichen Putzequipe. Arbeitshandschuhe erhalten die Neun- und Zehnjährigen Schulkinder von der Lehrerin.
(Fast) allen machts Spass
Mit der Putzausrüstung machen sich die Viertklässler mehr oder weniger emsig an die Arbeit. Den meisten Kindern macht die Suche nach den «Fötzelis» Spass. «Wir finden coole Sachen und können draussen in der Natur sein», sagt die zehnjährige Floriana. Ihr gleichaltriger Klassenkamerad Florian ergänzt stolz: «Wir haben Schuhe gefunden. Die sind sicher 500 Franken wert.» Auch andere Fundstücke wie ein Schnuller, ein kaputter Ball und Bierflaschen haben es der Kinderhorde angetan.
Wilfried (10) gibt als einziger zu, dass er wegen des schlechten Wetters lieber in der Schule wäre. Später präsentiert aber auch er das eigens für diese Aktion erhaltene T-Shirt mit der Aufschrift «Stell dich frei».
«Die Kinder sind für ausserschulische Anlässe immer sehr offen»
Sibille Tschanz, Klassenlehrerin der 18 Schulkinder, findet die Aktion eine gute Sache. «Man kann die Kinder so schon früh fürs Thema Abfall sensibilisieren», sagt sie. Sie sei mit dem Einsatz ihrer Klasse angesichts des schlechten Wetters zufrieden. «Die Kinder sind punkto Wetter weniger heikel als die Erwachsenen», sagt Tschanz.
Gemeinsames Zvieri zum Schluss
Nach einem körperlich anstrengenden Tag, den sich die Viertklässler nicht gewöhnt sind, werden sie die Putzhandschuhe erst einmal wieder an den Nagel hängen. Nach der gemeinsamen Rückfahrt ins Wankdorfschulhaus erwartet sie dort nämlich ihr wohlverdientes Zvieri. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.09.2010, 14:52 Uhr
Kommentar schreiben
Region
Region
Meistgelesen in der Rubrik Region
Giraffen zieren die Stadt Bern. Sollen die Graffiti bleiben?
Ja
Nein
409 Stimmen























