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«Kameras verhindern keine Delikte»
Aktualisiert am 02.02.2010 2 Kommentare
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Sie war nicht nur in der Debatte gegen Regierungsrat Hans-Jürg Käser (FDP) und Gemeinderat Reto Nause (CVP) in Unterzahl. SP-Grossrätin Beatrice Stucki hatte auch die Mehrheit des Publikums im Hotel Bern gegen sich. Mehrmals ging ein abschätziges Raunen durch die Reihen der rund 200 Gäste des gestrigen Mäntig-Apéros zum Thema «Videoüberwachung in Stadt und Kanton Bern». Immer dann, wenn sich die SP-Grossrätin kritisch gegen Videoüberwachung äusserte. «Wenn ich auf der Münsterplattform mit Freunden Kaffee trinke, will ich nicht gefilmt werden», sagte sie. Worauf der kantonale Polizeidirektor Käser antwortete: «Nicht friedliche Bürger sollen gefilmt werden, sondern Personen, die ein Verbrechen gegen Leib und Leben begehen.» Seine Voten ernteten Applaus.
«Abschreckende Wirkung»
Doch zumindest auf der Münsterplattform werden auch potenzielle Schläger vorerst nicht videoüberwacht. Zwar wäre dies im Kanton Bern seit 1.Juli 2009 erlaubt. Der Stadtrat hatte sich allerdings bereits im Mai 2009 gegen die Videoüberwachung ausgesprochen. «An den Entscheid muss ich mich leider halten», erklärte der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause. Obschon er sich an einigen «Hot Spots» Kameras wünschen würde. Beispielsweise rund ums Stade de Suisse, wo es nach YB-Spielen regelmässig zu Ausschreitungen komme. «Die Anzahl Scharmützel würden wegen der abschreckenden Wirkung der Kameras zurückgehen.»
Ebenfalls praktisch wäre der Einsatz von mobilen Kameras an Demonstrationen, fügte Hans-Jürg Käser an. Beatrice Stucki hielt dagegen: «Damit würden auch friedliche Demonstranten unter Generalverdacht gestellt.»
Im Internet am Pranger
Moderator Roland Jeanneret lenkte das Gespräch aufs Thema Internetpranger. «Ist es richtig, gefilmte Übeltäter im Internet zu veröffentlichen?», fragte er. «Wenn sie dadurch geschnappt werden, ist es legitim», antwortete Käser und erwähnte als Beispiel Aufzeichnungen der SBB-Bahnhofkameras von den Ausschreitungen rund um den Cupfinal YB - Sion im Mai 2009. «98 Prozent der Täter wurden dank Hinweisen aus der Öffentlichkeit überführt.» Das möge nach einem Erfolg klingen, sagte Stucki. «Doch auch die Kameras konnten die Delikte nicht verhindern.»
(tob/BZ/)
Erstellt: 02.02.2010, 08:16 Uhr
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2 Kommentare
Frau Stucki und mit ihr die ganze Partei scheinen eben doch in vielen Themen neben dem "Volk" zu politisieren. Schöngefärbte Ideologien und Theorien kommen nicht mehr an und werden somit nicht verstanden. Sie haben im täglichen Leben kaum Einfluss und den meisten Leuten ist es so lang wie breit, wenn eine Kamera vorhanden ist, welche ihnen keine Nachteile bringt. Antworten
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Renate Mäder
Es ist richtig Kameras verhindern wohl unwesendlich Straftaten oder Übergriffe auf Leib und Leben. Abschreckend kann nur das Strafmass sein. Gefasste Täter, auch solche überführt via Kamera, müssen mit aller Härte und mit dem höchstmöglichen Strafmass bestraft werden. Nur das wirkt abschreckend. Wenn gefasste Täter gleich wieder laufen gelassen werden, bringt auch eine Kamera nicht viel. Antworten