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Julia Saner hat Ärger im Netz
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Julia Saner ist genervt. Wer am Computer den Namen des Berner Models und danach .ch oder .com in die Adresszeile des Internetbrowsers tippt, gelangt auf ziemlich merkwürdige Seiten. Sowohl auf juliasaner.ch, auf julia-saner.ch als auch auf juliasaner.com und julia-saner.com heisst es: «Hier finden Sie Informationen zum Thema Julia Saner.» Darunter allerdings findet der geneigte Surfer lediglich gesponserte Links auf «türkische Singlebörsen» oder «verführerisch schöne BHs». Illustriert ist das Ganze mit Bildern leichtbekleideter Frauen.
«Ich bin erschrocken»
Informationen über die 17-Jährige, die im letzten Jahr das Weltfinale des renommierten «Elite Model Look» in China gewonnen hat, gibt es unter den Webadressen mit ihrem Namen aber definitiv nicht. Darüber sei sie ziemlich «erschrocken», sagte Julia Saner gestern Abend gegenüber dem Fernsehsender TeleBärn.
Reserviert hat die Webadressen Jorgo Ananiadis. Der Ostermundiger tat dies kurz nach dem grossen Sieg von Julia Saner in China – er witterte offenbar ein Geschäft, wollte die Adressen später teuer verkaufen. Gegenüber TeleBärn gab sich Ananiadis überrascht, dass Julia Saner die Adressen nicht bereits früher selbst reserviert hat. «Sie weiss ja schon lange, wie sie heisst», sagte er lapidar. «Im Moment laufen die Seiten über mich, darauf wird Werbung gemacht. Über alles andere können wir reden.»
«Man muss vorsichtig sein»
In einem allfälligen Rechtsstreit um die Rechte an den Internetadressen dürfte Ananiadis auf Grund des Namensrechtes aber schlechte Karten haben, wie Anwalt Eugen Marbach bei TeleBärn sagte.
Trotzdem will Julia Saner vorläufig nicht um die Adressen kämpfen. Aus der Geschichte habe sie aber ein weiteres Mal gelernt, wie vorsichtig man im Internet sein müsse, sagte das Nachwuchsmodel. (fs/BZ/)
Erstellt: 20.01.2010, 09:19 Uhr




