Jugendheim Lory feiert 75-jähriges Bestehen
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Diese Mädchen und Frauen werden aus zivil- oder jugendstrafrechtlichen Gründen eingewiesen.
Zurzeit kommen vorwiegend emotional instabile junge Frauen mit Persönlichkeitsstörungen ins Lory, wie die bernische Polizei- und Militärdirektion in einer Mitteilung schreibt. Gewalt sei weniger ein Thema, doch könne sich dies je nach gesellschaftlicher Entwicklung rasch ändern.
1935 ist das Heim entstanden
Diesen Entwicklungen habe sich das Heim stets anpassen müssen. Entstanden ist es 1935 aus der privaten Männerklinik im Loryguet in Münsingen. In den 1970er-Jahren habe es beispielsweise eine heftige Kampagne gegen Einweisungen in Heime gegeben, schreibt die Polizei- und Militärdirektion. Damals hatte das Lory zeitweise nur fünf junge Frauen zu betreuen.
Zurzeit gewichte die Gesellschaft die Repression aber stärker. Bei Einweisungen bestehe deshalb für die geschlossene Wohngruppe im Lory eine Wartefrist von drei bis sechs Monaten. Das Jugendheim führt ausserdem eine halbgeschlossene, eine halboffene und eine offene Wohngruppe.
Die offizielle Jubiläumsfeier fand am Donnerstagnachmittag statt. Für die Öffentlichkeit bietet sich am Samstag die Möglichkeit, anlässlich des Tages der offenen Tür die Räumlichkeiten des Jugendheims zu besichtigen. (vh/sda)
Erstellt: 02.09.2010, 17:07 Uhr
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