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Jetzt wird das Badi-Büsi zur Chefsache

Von Jürg Spori. Aktualisiert am 06.01.2011 7 Kommentare

Die Stadtbeamten wollten die Katze Tüpfli auf Ende Jahr aus dem Berner Wylerbad verbannen. Doch jetzt bekommt der grosse Liebling der Badegäste eine Gnadenfrist bis Mitte Januar. Nächste Woche entscheiden die Städtischen Chefbeamten, ob das «Tigerli» bleiben darf.

Tüpfli: Der grosse Liebling der Wylerbad-Gäste hat eine Gnadenfrist  bis Mitte Januar bekommen.

Tüpfli: Der grosse Liebling der Wylerbad-Gäste hat eine Gnadenfrist bis Mitte Januar bekommen.
Bild: Adriana Bella

Kurz vor Weihnachten haben die Beamten des Sportamtes beschlossen, dass die im Wylerbad zugelaufene Katze Tüpfli aufs Neujahr weg muss.

Über diese geplante Verbannung der Mieze schüttelten die entrüsteten Badegäste und die Bevölkerung den Kopf. Schwimmer Hans-Ulrich Nufer lancierte sogar eine Unterschriftensammlung. «Die meisten Badegäste wollen, dass Tüpfli bleibt.» Die Geschichte schlägt Wellen bis auf Facebook: Es gibt eine Fangruppe «Tüpfli, das Büsi vom Wylerbad».

Noch beliebter geworden

Gestern, fünf Tage nach Ablauf der Frist, sonnte sich Tüpfli auf dem Kartonhäuschen vor der Glasfront beim Wylerbad-Eingang. «Seitdem die Badegäste wissen, dass die Beamten Tüpfli verbannen wollen, ist die Katze noch beliebter und populärer geworden», sagt Hans-Ulrich Nufer. Drei Buben gehen zur Kasse und halten Ausschau nach Tüpfli. Einer steckt sogar noch den Kopf ins Kartonhäuschen.

Die geplante Verbannung des Badi-Büsis ist Stadtgespräch in Bern. In den Beizen und auf der BZ-Internetplattform stösst der Beamtenentscheid auf grosses Unverständnis. Bei einer Umfrage auf BZ-Online sprachen sich über 95 Prozent dafür aus, dass die Mieze unbedingt im Wylerbad bleiben soll.

Beliebtheit unterschätzt

Offenbar haben die verantwortlichen Beamten die Freude der Bevölkerung am Badi-Büsi unterschätzt. Nach einer Krisensitzung geben sie ihm jetzt eine Gnadenfrist. «Nächste Woche wird definitiv entschieden, ob die Katze bleiben darf oder weg muss», sagte gestern Hugo Wenger, Leiter des Städtischen Sportamts. Entschieden sei noch nichts, so Wenger. Für weitere Auskünfte verwies der Bereichsleiter Eis und Wasser auf den Sportamt-Chef Roger Schnegg. Doch dieser weilt diese Woche noch in den Ferien.

Insider wissen, dass auf dem Sportamt wegen Tüpfli sogar eine Krisensitzung stattgefunden hat. Und: An der Sitzung von nächster Woche soll sogar Gemeinderätin Edith Olibet teilnehmen. «Falls die Beamten Tüpfli endgültig verbannen, ist das ein Skandal», sagt Frühschwimmer Hans Brunner. Er füttert die Tigerkatze fast jeden Morgen zusammen mit seinem Freund Bartolo Miano.

Bald auf Bauernhof?

Ob es für den grossen Liebling der Wylerbad-Gäste doch noch ein Happy-End gibt, ist nicht klar. Doch für den Wylerbad-Chef Mario Amman ist klar: «Wenn Tüpfli weg muss, so soll sie einen guten Platz mit Auslauf auf einem Bauernhof bekommen.» Dafür werde er sich einsetzen. «Seitdem bekannt ist, dass Tüpfli hier nicht mehr geduldet ist, habe er einige seriöse Angebote von Interessenten, welche die Katze gerne aufnehmen würden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.01.2011, 13:01 Uhr

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7 Kommentare

Adriano Granello

06.01.2011, 14:16 Uhr
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Jetzt, da die Junbären im Bärenpark bald ausgeschafft werden müssen, tut Bern gut daran, eine neue Attraktion zu kreieren. Was liegt näher, als die Badi-Katze "Tüpfli" medienwirsam ins Rampenlicht zu rücken und im Wylerbad für 15 Millionen Franken einen Katzenpark zu bauen! Antworten


Budi Lenz

06.01.2011, 15:01 Uhr
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Was manche Leute für Probleme haben...mit dem Geld, welches für Krisensitzungen & Co. verschwendet wird könnten deutlich schwerwiegendere Probleme behandelt werden. Ich denke dabei an Obdachlose oder Hungernde. Antworten



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