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Jetzt können Rasenfelder auf der Allmend gebaut werden

Dank einem Kredit von 290'000 Franken kann die Stadt Bern nun vorwärts machen auf der Allmend. Geplant sind unter anderem Rasenfelder für den Breitensport.

Kunstrasen und normale Rasenfelder sollen auf er Allmend gebaut werden: Rugbyspieler beim Training.

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Bild: Keystone

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Das Stadtparlament hat am Donnerstag mit 61 zu 10 Stimmen 290'000 Franken für ein Vorprojekt bewilligt. Der Auftrag für eine Gesamtplanung besteht bereits seit 31 Jahren. 1979 hatte der Stadtrat eine Motion überwiesen, die eine Gestaltungs- und Nutzungsplanung für die Allmenden verlangte. 2002 forderte die SP acht neue Aussensportfelder bis 2010 in der Stadt Bern. Die sehr unterschiedlichen Interessen der zahlreichen Nutzer macht eine Gesamtplanung jedoch schwierig.

Im März 2008 wies der Stadtrat den Nutzungszonenplan für die Kleine Allmend zurück und beauftragte den Gemeinderat, eine Gesamtplanung für die Grosse und Kleine Allmend zu unterbreiten. Nach zwei Runden Tischen steht derzeit eine Kompromiss-Lösung mit zwei neuen Kunstrasenfeldern auf der Grossen Allmend und zwei neuen Naturrasenfeldern auf der Kleinen Allmend für den Breitensport im Vordergrund.

Kunstrasen und Parkplätze umstritten

Für sämtliche Planungsvorhaben auf den beiden Allmenden wird derzeit von Gesamtkosten von 15,7 Millionen Franken ausgegangen. Die Umsetzung soll dereinst in vier Etappen erfolgen. Besonders umstritten sind die Lage der Kunstrasenfelder und die Zahl der Parkplätze. Zudem soll der Baumbestand möglichst erhalten werden. Quadratur des Kreises

Es sollten möglichst viele Menschen die Allmenden auf vielfältige Weise nutzen können, betonte Kommissionsprecher Stefan Jordi (SP). Deshalb müssten alle, auch die SP, von ihren Maximalforderungen abrücken, damit am Schluss möglichst alle zufrieden seien. Insofern sei die SP bereit, die Kunstrasenfelder zu schlucken, allerdings möglichst am Rand der Grossen Allmend.

Der Grüne Luzius Theiler wollte den Kredit für das Vorprojekt ganz zurückweisen. Zuerst müssten die planungsrechtlichen Grundlagen vorliegen. Man dürfe nicht Geld für Projektierungen ins Leere hinaus ausgeben. Zudem seien noch zu viele Punkte umstritten. Im Übrigen widerspreche grün angemaltes Plastik Sinn und Idee einer Allmend.

Grosse Allmend nicht zerstückeln

Der Rat wollte jedoch von einer Rückweisung nichts wissen. Man dürfe das Projekt nicht länger auf die lange Bank schieben, hiess es verschiedentlich. Gemahnt wurde allerdings insbesondere von der Linken auch, den Begehrlichkeiten und dem Druck der BEA nicht allzu stark nachzugeben und die Grosse Allmend zu sehr aufzustückeln.

Stadtpräsident Alexander Tschäppät erklärte sich bereit, die zusätzlichen Anträge im Rahmen des Vorprojekts zu prüfen. Eine mehrheitsfähige Vorlage sei sehr schwierig zu erreichen, es gebe kaum ein Areal mit mehr unterschiedlichen Bedürfnissen als eine Allmend. Der Weg über die Runden Tische sei deshalb wohl der einzige, der am Schluss möglicherweise einen Konsens bringe, der von einer grossen Mehrheit der Benutzer getragen werden könne. (tan/sda/)

Erstellt: 11.03.2010, 21:09 Uhr

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