Bern

Jedem Goalie wird die Maske massgeschneidert

BernAlec Voggel, Gründer der Firma Airxess, stellt Masken für Eishockeygoalies her. Auch Jonas Hiller von den Anaheim Ducks (NHL) trägt ein handgefertigtes Unikat aus Bern.

Die vier von Airxess: Daniel Bongni, Beat Affolter, Marco Streit (Torhüter EHC Biel) und Firmengründer Alec Voggel (von links). Die rote-weisse Maske trug NHL-Goalie Jonas Hiller an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver.

Die vier von Airxess: Daniel Bongni, Beat Affolter, Marco Streit (Torhüter EHC Biel) und Firmengründer Alec Voggel (von links). Die rote-weisse Maske trug NHL-Goalie Jonas Hiller an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver. Bild: Iris Andermatt

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Auf der rot-weissen Maske sind zwei Schweizer Kreuze angebracht, auf der rechten Seite die Figur des Wilhelm Tell, und ihm gegenüber ist die Gründung der Eidgenossenschaft beim Rütlischwur zu sehen. Getragen hat diese Maske an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver einer der besten Eishockeygoalies, nämlich Jonas Hiller. Damals stand er für die Schweizer im Einsatz, ansonsten spielt er in der NHL bei den Anaheim Ducks. Hiller trägt – wie Dutzende von anderen Torhütern im In- und Ausland – Masken aus Bern. Die Firma Airxess fabriziert und bemalt sie seit 2007 in der Aaregg (Tiefenau).

«Hiller trug die erste in der Schweiz gefertigte und für die NHL zugelassene Goaliemaske», sagt der gebürtige Basler Alec Voggel, der die Airxess, die heute ein Viermannbetrieb ist, gegründet hat. «All unsere Masken sind handgefertigte Einzelstücke.» Jede Maske werde dem Träger im Berner Atelier angepasst, sodass sie wie angegossen sitze. Rund die Hälfte der Topgoalies der National League A würden eine Maske von Airxess tragen. «Wir haben auch Kunden aus unteren Ligen und aus dem Ausland. Der Jüngste ist 11 Jahre alt.»

Der 43-jährige Alec Voggel ist gelernter Automechaniker. Anfang der 1990er-Jahre wurde er von einem Eishockeygoalie aus dem Baselbiet angefragt, ob er ihm seine Maske bemalen könnte. Voggel konnte, weil er ein talentierter Airbrusher ist. In Sissach machte er aus seinem Hobby einen Beruf, und begann schon bald, Masken nicht nur zu bemalen, sondern auch herzustellen.

Mitte 2010 erweiterte Voggel die Produktion und lässt seither in Kanada eine preisgünstigere, für den gelegentlichen Einsatz gedachte Maske herstellen. In Bern werden drei Grundtypen produziert. Solche Einzelstücke kosten zwischen 1450 und 2000 Franken.

Von der Bestellung bis hin zum fixfertigen Produkt würden rund drei Monate vergehen. Voggels Auftragsbücher sind randvoll. «Ich arbeite derzeit von 9 bis 18 Uhr und von 22 bis 2 Uhr nachts», sagt der Unternehmer. Jährlich verlassen bis zu 60 Masken das kleine Atelier in Bern.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 14.07.2011, 06:24 Uhr

Marktplatz

Immobilien

Kommentare

Blogs

Echt jetzt? Pornos für Frauen? Gähn.

Serienjunkie Der spinnt, der Lynch!

Service

Mitdiskutieren, teilen, gewinnen.

News für Ihre Timeline.

Die Welt in Bildern

Abgetaucht: In Zürich geniesst man die sommerlichen Temperaturen mit einem Bad im See. (26. Mai 2017)
(Bild: Walter Bieri) Mehr...