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Ja zur grossen Fusion rund um Fraubrunnen

Von Peter Steiger. Aktualisiert am 22.11.2011 1 Kommentar

Alle acht Gemeinden rund um Fraubrunnen sagten am Montag an ihren Gemeindeversammlungen Ja zum Weg Richtung Fusion.

Fast alle Hände gingen hoch.  An der Gemeindeversammlung in Fraubrunnen sprachen sich 148 der 153 Stimmberechtigten für die Fusion aus.

Fast alle Hände gingen hoch. An der Gemeindeversammlung in Fraubrunnen sprachen sich 148 der 153 Stimmberechtigten für die Fusion aus.
Bild: Andreas Blatter

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Die Resultate

Die Gemeinden im früheren Amt Fraubrunnen haben sich an den gestrigen acht gleichzeitigen Gemeindeversammlungen wie folgt für das Fusionsprojekt entschieden:

Angenommen haben Fraubrunnen mit 148 Ja, 3 Nein und 2 Enthaltungen. Büren zum Hof entschied sich mit 88 Ja, 40 Nein und 2 Enthaltungen etwas weniger deutlich für den Zusammenschluss.

Ebenfalls deutliche Ja-Entscheide fällten die drei Gemeinden Etzelkofen, Grafenried, Limpach, Mülchi und Schalunen.

Besonders ist die Situation in Zauggenried. Der Ort stand vor der Entscheidung, ob er mit Kernenried oder mit dem Projekt G8 zusammenspannen will. Die Zauggenrieder entschieden sich deutlich für G8. Gleichzeitig äusserten sich auch die Kernenrieder am Montag an ihrer Gemeindeversammlung zu dieser Frage. Sie sprachen sich für eine Fusion mit Zauggenried aus. Weil sich diese Gemeinde für die Fusion mit den G-8-Gemeinden ausgesprochen hat, ist der Entscheid in Kernenried damit gegenstandslos.

So etwas ist einmalig: An acht Gemeindeversammlungen entscheiden die Stimmberechtigten am gleichen Abend über das gleiche Traktandum, die Fusion. Ebenso erstaunlich: Alle acht Gemeinden kommen fast einstimmig und fast ohne Diskussionen zum gleichen Beschluss, zu einem achtfachen Ja. Sogar in Büren zum Hof, wo vorher am deutlichsten Skepsis zu spüren war, kam ein überaus deutlicher Beschluss zustande.

In Fraubrunnen, dem grössten der acht Orte, erschienen 11,7 Prozent der Stimmberechtigten. Die 153 Anwesenden sprachen sich beinahe einstimmig für den Zusammenschluss aus. Fraubrunnen wird als bevölkerungsreichster Ort mit 1800 Einwohnern der neuen Grossgemeinde den Namen geben. «Die Grösse unserer Gemeinde wird allerdings oft überschätzt», so Gemeindepräsidentin Regula Furrer.

Varianten geprüft

G-8 ist eines der grössten Fusionsprojekte im Kanton Bern. Die beteiligten acht Gemeinden prüften neben dem Zusammenschluss auch weitere Möglichkeiten und zogen unter anderem in Betracht, dass die weiterhin selbständigen Gemeinden gemeinsame Dienstleistungszentren nutzen würden. Die mit dem Projekt beauftragte Arbeitsgruppe kam allerdings zum Schluss, dass eine vollständige Fusion die beste Lösung sei.

In diesem Sinne äusserten sich bei der Vernehmlassung auch alle Gemeinderäte, die politischen Parteien und die meisten Korporationen. Als Vorteile der Fusion sehen die Beteiligten unter anderem den verminderten Verwaltungsaufwand und finanzielle Vorteile. Weil weniger Kommissionen und Gemeinderäte nötig sind, erhoffen sie auch, dass es künftig einfacher wird, genügend Leute für diese Milizaufgaben zu finden.

Jetzt Fusionsverhandlungen

Fraubrunnen mit 1800 und Grafenried mit 950 Einwohnern sind die beiden bevölkerungsreichsten Gemeinden. Dazu kommen die sechs kleineren Orte Büren zum Hof, Etzelkofen, Limpach, Mülchi, Schalunen und Zauggenried. Nach dem Zusammenschluss heisst die neue Grossgemeinde Fraubrunnen. In ih Grenzen werden etwa 4500 Menschen leben.

An den gestrigen Versammlungen haben die acht Gemeinden beschlossen, welchen Weg sie gehen wollen, jenen zur Fusion nämlich. Das letzte Wort ist damit allerdings noch nicht gesprochen. Erst Ende 2012 entscheiden sie endgültig und damit auch über die neue gemeinsame Gemeindeverfassung. (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.11.2011, 06:38 Uhr

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1 Kommentar

Mitbürger Grafenried

22.11.2011, 08:47 Uhr
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Ein Entscheid für die Zukunft. Bravo. Andere Gemeinden bzw. Fusionsprojekte können sich an dieser Vorgehensweise orientieren. War sehr professionell! Danke. Antworten



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