Internetprotest gegen den Tierpark Dählhölzli

BernDas Bärendrama im Tierpark Dählhölzli scheint die ganze Welt zu beschäftigen. Bereits über 55'000 Leute haben eine Onlinepetition «unterschrieben».

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Ob aus Deutschland, Japan, Brasilien oder England: Menschen aus der ganzen Welt bedauern den Tod der Bärenbabys 3 und 4 im Tierpark Dählhölzli. Die Initiantin einer Onlinepetition ruft zum Boykott des Tierparks auf. «Geht nicht in den Zoo! Stoppt jetzt das Töten!», schreibt sie in Englisch auf der Internetplattform «care2.com».

Ihre Petition ist die «Topstory» und wurde bereits von rund 63'000 Leuten (Stand Montagmorgen) «unterschrieben». Sie ruft die Teilnehmer auf, sich beim Tierpark via Facebook und E-Mail zu beschweren. «Sagt dem Tierpark Dählhölzli, wie wütend ihr seid, dass die Verantwortlichen die Bärchen getötet haben.»

«Das Wohl der Bären steht im Vordergrund»

Tatsächlich gibt es auf Facebook zahlreiche Kommentare gegen das Dählhölzli. Etliche Leute rufen zum Boykott auf. Mindestens Bärchen 4 hätte gerettet werden sollen, meint eine Frau. Eine andere schlägt dafür versöhnlichere Töne an: «Das Dählhölzli ist der mit Abstand tierfreundlichste und tiergerechteste Zoo, den ich je besucht habe.»

Tierparkdirektor Bernd Schildger sagte Anfang April im Interview mit dieser Zeitung, dass die Kommentare auf Onlineforen «auf unserer Prioritätenliste definitiv am Schluss stehen». Der Tierpark habe sich primär um das Wohl der Bären gesorgt, als er sich entschieden habe, das Bärenmännchen nicht zu separieren. Das Wohl der Menschen, also der Besucher, sei an zweiter Stelle gestanden. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 14.04.2014, 06:08 Uhr)

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