Interdiscount baut und plant 170 neue Arbeitsplätze

JegenstorfNeben seinem Hauptsitz in Jegenstorf erstellt Interdiscount für 70 Millionen Franken ein dreigeschossiges Gebäude. Es ist vor allem für den Online-Handel bestimmt.

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Das Versandgeschäft boomt. Interdiscount besitzt zwar in der Schweiz das dichteste Verkaufsstellennetz für Heimelektronik, hat aber im Internetmarkt Nachholbedarf. Nun will das Unternehmen seine Position verstärken. Den geplanten 23000 Quadratmeter grossen Bau nutzt die Firma vor allem für Logistik, für die Lagerung und den Versand des Onlineangebots.

Neben Interdiscount beansprucht auch Microspot Teile des Gebäudes. Beide Firmen haben ein ähnliches Sortiment und gehören zur Coop-Gruppe. Interdiscount besteht seit 1970, hat rund 200 Filialen und ist 1999 in den Onlinehandel eingestiegen.

Microspot besitzt zwar Schauräume und sogenannte Pick-ups, wo der Kunde das Bestellte abholen kann. Die Firma ist aber vor allem im Internetgeschäft verankert. Beide Unternehmen wollen vermehrt ihre Onlineangebote mit stationären Verkaufsflächen verzahnen.

Lastwagenverkehr bis 22 Uhr

In der Jegenstorfer Interdiscount-Zentrale arbeiten zurzeit rund 380 Beschäftigte. Durch die Erweiterung werden anderswo keine Arbeitsplätze abgebaut, sondern sollen bis zu 170 neue Stellen entstehen.

Laut Interdiscount-Leiter Pierre Wenger fahren beim Gebäude in Jegenstorf zurzeit werktags im Schnitt 82 Lastwagen vor. Nach der Erweiterung sind es 96. Der Verkehr nimmt damit zwar bloss um 15 Prozent zu. Doch ist mit späteren Zu- und Wegfahrten zu rechnen. Die Lastwagen sind bis 22 Uhr unterwegs. «Wir gestalten den Verkehr so, dass die Nachbarn möglichst wenig davon spüren», verspricht Wenger. Um den Lärm einzuschränken, werden im Neubau die Lastwagen im Innern be- und entladen.

Bauausschreibung im Herbst

Interdiscount hat das Land für etwas mehr als 3 Millionen Franken von der Gemeinde Jegenstorf erworben. Insgesamt belaufen sich die Erstellungskosten auf rund 70 Millionen Franken. Coop und Interdiscount haben das Baugesuch vor einigen Wochen bei der Gemeinde Jegenstorf deponiert. Nachdem die Gemeinde und dann der Kanton die Pläne überprüft haben, liegt das Projekt voraussichtlich im Herbst öffentlich auf.

«Wir begrüssen das Vorhaben», erklärt der Jegenstorfer Gemeinderatspräsident Daniel Wyrsch. Gemeinsam mit dem Unternehmen strebe man eine für die Anwohner optimale Lösung an. Interdiscount-Leiter Wenger hofft, dass sein Unternehmen noch dieses Jahr den Bau starten kann.P (Berner Zeitung)

(Erstellt: 27.06.2014, 08:34 Uhr)

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