In der Morgensonne nach München

Von Lucia Probst, Sandra Rutschi. Aktualisiert am 10.08.2010 1 Kommentar

Dreimal täglich hebt am Flughafen Bern-Belp ein Flieger nach München ab. Für die Piloten beginnt der Tag um 5 Uhr früh. An einem schönen Sommermorgen wie am Montag ist für sie die Freiheit beim Fliegen dafür grenzenlos.

Das Pilotenduo: Steffen Rudolph (links) und Ludwig Karmann.

Das Pilotenduo: Steffen Rudolph (links) und Ludwig Karmann.
Bild: Christian Pfander

Geschäftsleute mit Aktenkoffern steigen aus. Eine japanische Touristin knipst auf der Flugpiste sofort ein Bild von den Alpen. Kurz nach halb zehn Uhr morgens ist die Dornier 328 mit 25 Passagieren aus München in Bern-Belp gelandet. Pilot Steffen Rudolph füllt im Cockpit das Logbuch aus. Die Flugzeit wird ebenso notiert wie der Kerosinverbrauch. 850 Liter braucht es für München–Bern einfach. Rund 4000 Liter haben im Tank des Flugzeuges Platz.

Steffen Rudolphs Tag begann früh. Er und seine Crew übernachteten im Hotel Ambassador in Bern. Kurz nach 5 Uhr trafen sie mit dem Taxi am Flughafen ein. Eine Stunde später hoben sie nach München ab. «Wir sind direkt in den Sonnenaufgang geflogen», schwärmt er. Die grenzenlose Freiheit über den Wolken – sie sei in solchen Momenten spürbar, sagt Co-Pilot Ludwig Karmann.

Siegel für die Sicherheit

Karmann zeigt auf den Bildschirm vor ihm. Er enthält Angaben zu den beiden Turbinen. 227 Grad heiss sind sie noch. Das ist nur Restwärme. 600 bis 700 Grad sind es in der Luft. Rasch wird das Flugzeug von den beiden Flight Attendants und einer Putzequipe sauber gemacht. Steffen Rudolph verlässt als Letzter die Maschine und versiegelt alle Türen. 200972 – so die Nummer des Siegels, das nun auf der Haupttüre prangt. Will es jemand abreissen, geht es kaputt. So wird kontrolliert, dass niemand Unbefugtes Hand anlegt. Gut eine Stunde später bricht Pilot Stefan Meyer das Siegel wieder auf. Rund eine halbe Stunde hat die neue Crew Zeit, um die Maschine wieder startklar zu machen. Pilot und Co-Pilot kontrollieren das Flugzeug, die Papiere und das Cockpit. Flight Attendant Julia Schley kümmert sich derweil um das Catering. Getränke, Kekse und Nüsse – grössere Imbisse sind für den einstündigen Flug nicht nötig. 13 Passagiere steigen an Bord. Kurz darauf hebt die Dornier in der Mittagssonne ab –wieder in Richtung München. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.08.2010, 08:54 Uhr

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1 Kommentar

Erich Weber

15.08.2010, 13:14 Uhr
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Herzliche Gratulation an Lucia Probst und Sandra Rutschi. Ihr habt mit diesem Bericht euer grosses Fachwissen um den Flughafen Bern - Belp unter Beweis gestellt. Mit den weiteren Kurzberichten und Kommentaren wurde "Unser" Flughafen ins richtige Licht gerückt, danke. Fliegen ab Bern-Belp...... einfach clever! Die kürzesten Check-In Zeiten, die günstigsten Parkplätze, weltweit verbunden! Antworten



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