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In Laupen stimmte eine Mehrheit Ja

Von Laura Fehlmann. Aktualisiert am 31.01.2012 2 Kommentare

Trotz Unsicherheit und unterschiedlichen Meinungen fällte die Gemeindeversammlung von Laupen einen klaren Entscheid für das Fusionsprojekt.

1/7 Die G-6-Fusion
Bild: BZ

   

«Heute stimmen wir darüber ab, ob wir in die zweite Runde der Fusionsverhandlungen gehen», sagte der Laupner Gemeindepräsident Urs Balsiger (SVP) zu Beginn der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in der Aula des Oberstufenzentrums. Er erläuterte kurz die Strukturen der zukünftigen Gemeinde, über deren Entstehen oder Scheitern gestern sechs Versammlungen bestimmten (siehe Kasten und Grafik). Nach intensiver Diskussion erfolgte die Abstimmung: 49 Personen sprachen sich für das Weiterführen der Fusionsverhandlungen aus, 18 dagegen.

Kritische Voten

Nach längerem Schweigen hatte ein erster Votant das Eis gebrochen. Er sei kein Freund der Fusion und habe Angst vor dieser neuen Gemeinde, allein schon wegen deren Grösse. «Die Möglichkeit, die beste Lösung zu finden, ist ein deutliches Nein», sagte er. Ein anderer nannte dagegen die heutigen Strukturen zu kleinräumig. Als Negativpunkt bedauerte er die Tatsache, dass Neuenegg und Mühleberg nicht beim Fusionsprojekt mitmachen wollen. Lieber vorerst versuchsweise in kleineren Einheiten fusionieren möchte eine Bürgerin, weil sie Unübersichtlichkeit und Machtballung fürchtet. Sie votierte für ein Nein, was andere wiederum dazu brachte, sich für ein Ja auszusprechen.

Fehlender Draht zu Bern

Dem Laupenamt fehle der Draht zu Bern. Deshalb sei es besser, als grössere Einheit aufzutreten, mahnte ein Votant. So habe man mehr Gewicht als eine einzelne, kleine Gemeinde. «Es kann uns nicht egal sein, ob Anliegen beim Kanton durchgesetzt werden können.» Die Zukunft der Region müsse gemeinsam gelöst werden, fügte der Mann an und nannte die Verkehrsprobleme als Beispiel. «Geschlossenheit ist nötig. Sonst werden Probleme auf kommende Generationen verschoben.» Man solle von der «Pflästerlipolitik» zur Einheit finden, im Interesse aller. Diese Aussagen unterstützte eine Frau, die zudem betonte, dass eine grössere Gemeinde weniger Schwierigkeiten habe, politische Ämter zu besetzen.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits entschieden: Golaten hatte nach weniger als einer Stunde Nein gesagt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 31.01.2012, 06:19 Uhr

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2 Kommentare

urs schenker

31.01.2012, 09:29 Uhr
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Wie soll es weitergehen? Kleine Gemeinden haben einen grossen Aufwand, der z.T. die Finanzen stark belastet (Administration). Wäre es nicht sinnvoll, Gemeinden zusammen zu schliessen, um den Aufwand zu minimieren? Oder der Kanton streicht die "Subventionen" für die kleinen Gemeinden. Wehrdienste, Schulverbände existieren bereits. Klar ist die Chance Gemeindepräsident zu werden kleiner.. ;-)) Antworten


Erwin Scheidegger

31.01.2012, 12:52 Uhr
Melden

Für mich, als Einwohner der Gemeinde Ferenbalm ist die Haltung der "kleinen Gemeinden" doch erstaunlich, ein Zusammenschluss mit Kerzers wird da wohl nicht einfach, da Kanontsübergreifend.
Noch ist der Druck des Kantons Bern nicht so hoch jedoch könnte ich einer Fusion von Ferenbalm mit bloss den kleineren Gemeinden niemals zustimmen, dies hätte ja dann für uns finanziell nur negative Folgen.
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