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Im Bundeshaus trifft Tschäppät seinen Erzfeind Blocher wieder

Von Tobias Habegger/Wolf Röcken. Aktualisiert am 22.11.2011 17 Kommentare

Das Verhältnis zwischen den beiden neuen alten Parlamentariern Alexander Tschäppät (SP) und Christoph Blocher (SVP) ist geprägt von persönlichen Attacken und Gegenattacken.

Christoph Blocher schlägt hie und da via «Teleblocher» zurück. (Bild: Keystone )

Alexander Tschäppät hat Christoph Blocher immer wieder verbal attackiert. (Bild: Keystone )

Ab Dezember treffen sie sich wieder im Bundeshaus. Die Schreibe ist von einem – exgüse – «Primitivling mit einem Alkoholproblem» und einem «Motherfucker». Wir entschuldigen uns wirklich für die Wortwahl. Doch genau so haben sich SVP-Tribun Christoph Blocher und Berns Stapi Alexander Tschäppät (SP) gegenseitig betitelt.

Es geschah im Frühjahr 2010, als YB noch wusste, wie man Tore schiesst. Gemeinsam mit 100 YB-Fans und der Trashband Mani Porno feierte Tschäppät einen YB-Sieg über Zürich in der Berner Bar Luna Llena. Es wurde gesungen. Der Liedtext war alles andere als jugendfrei: «Christoph Blocher Motherfucker.»

Die Reaktion aus Herrliberg kam postwendend: Ein «Primitivling» sei Tschäppät, urteilte der Alt-Bundesrat auf «Tele Blocher» Er habe «Erbarmen» mit dem SP-Politiker. So komme es heraus, wenn man «in den Alkohol gerate».

Tschäppäts Gesangseinlage war der Höhepunkt einer Serie von Seitenhieben. Diese begann im Jahr 1995. Damals stieg Alexander Tschäppät in den Wahlkampf für seine erste Wiederwahl als Nationalrat. Sein kreativer Wahlslogan lautete: «Wir blochen in die andere Richtung.» Im gleichen Wahlkampf organisierte Tschäppät eine Ausstellung. Künstler Martin Fivian stellte 18 Bilder mit einem Blocher als Sujet aus. Doch nicht der SVP-Politiker war abgebildet, sondern die als Blocher bekannten Schrubbmaschinen.

Im April 2008 boykottierte Tschäppät die Eröffnungsfeier der Ferdinand-Hodler-Ausstellung im Kunstmuseum Bern. Als Festredner war Hodler-Sammler Christoph Blocher angesagt. Tschäppät begründete seine Abwesenheit wie folgt: «Nach der Verunglimpfung von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bin ich nicht bereit, Christoph Blocher die Ehre zu erweisen.»

Einen nicht ganz ernst gemeinten Deal bot Tschäppät Blocher diesen Frühling in der TV-Sendung «Giacobbo/Müller» an: «Wenn es ein Versprechen gäbe, dass Blocher nie mehr zurück in die Politik käme, würde ich meine Kandidatur auch zurückziehen.»

Es kam anders, und Tschäppät wird seinem Erz- feind nun im Bundeshaus regelmässig über den Weg laufen. Es sei denn, dass beide kompromisslos in die entgegengesetzte Richtung blochen.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 22.11.2011, 06:52 Uhr

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17 Kommentare

Lydia Greub

22.11.2011, 08:21 Uhr
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Stapi Tschäppät ist bekanntlich ein "Nachrutscher". Wir gönnen ihm den "Alters-Wohnsessel" im NR von Herzen! Hat ihn auch verdient durch seine (zu lange) Tätigkeit als Berner Stadtpräsident. Hoffentlich verzichtet er per sofort auf dieses Präsidium, um den Weg freizumachen für eine würdige Persönlichkeit mit bürgerlicher Gesinnung, gepflegtem Auftritt und ohne Gossen-Slang! Antworten


rudy freiburghaus

22.11.2011, 09:06 Uhr
Melden 30 Empfehlung

Tschäppät würde gescheiter in bern zum rechten sehn statt im bundeshaus cüpli trinken. Antworten



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