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Detektive lohnen sich

Von cab. Aktualisiert am 30.03.2009

Die IV-Stelle Bern hat mit Hilfe von Detektiven seit 2008 sechs Bezüger des Missbrauchs überführt. Die Investition lohnt sich.

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Markus Gamper, Direktor der IV-Stelle Bern, ist ernüchtert: «Ich bin erstaunt, wie dreist einige Personen vorgehen», sagte er am Freitagabend gegenüber «10vor10». Seit er Detektive losschickt, sind sechs Klienten mit deren Hilfe des Missbrauchs überführt worden. «Wir investierten bisher 250'000 Franken für diese Abklärungen», sagte er. Für ihn ist klar, dass dies gut investiertes Geld ist. Denn würden die Renten, welche nun nicht bezahlt werden müssen, bis ins AHV-Alter hochgerechnet, spare die die Invalidenversicherung (IV) über vier Millionen Franken.

Seit 2008 möglich

Missbrauch kann dazu führen, dass IV-Bezüger quasi unter Generalverdacht stehen. Die fünfte IV-Revision, die 2008 in Kraft trat, gibt Gegensteuer. Sie enthält explizit den Auftrag, Missbrauch zu bekämpfen. Dies ermöglicht den Einsatz von Spezialisten. Hinweise kämen häufig von ausserhalb, wurde im Beitrag berichtet. Beigezogene Privatdetektive vermitteln dann verdeckt. So zeigten etwa im Kanton Bern gedrehte Videoaufnahmen wie ein gemäss Dossier dementer Mann, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, plötzlich ohne Probleme einem Auto entsteigt. Für Gamper erschreckend ist, wie selbst das Umfeld eines IV-Bezügers beim Betrug willig mitmacht.

Rund 28'000 IV-Rentner

Detektive sind zwar ein schlagkräftiges neues Instrument gegen Fälle, in denen begründeter Missbrauchs-Verdacht besteht. Die IV kennt aber auch andere Korrektive. So werden im Kanton Bern gemäss Gamper jedes Jahr 40 Prozent der Rentenanträge als unbegründet abgelehnt, was wohl einen grossen Teil des Missbrauchs bereits verunmöglicht. Zudem werden sämtliche laufenden Renten alle drei Jahre überprüft. In Bern gab es 2008 rund 28000 IV-Rentner.> (Berner Zeitung)

Erstellt: 30.03.2009, 08:26 Uhr

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