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Hindus wegen geplanter Verbrennungen von Bibel und Koran verhaftet

Aktualisiert am 05.11.2010 6 Kommentare

Die Bibel und der Koran seien Werke des Bösen, sagen drei Hindus. Sie wollten deswegen am Freitagabend auf dem Bundesplatz die beiden Bücher verbrennen. Die Kantonspolizei Bern hat am Donnerstag die drei Männer verhaftet.

Die Polizei hat aufgrund der Berichterstattung in den Medien vom Donnerstag Abklärungen getroffen und Massnahmen eingeleitet, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die drei Personen seien auf dem Bundesplatz angehalten und zur Kontrolle auf die Wache gebracht worden. Sie waren auf Einladung von Medienschaffenden nach Bern gereist. Sie trugen zwei Bibeln und zwei Korane auf sich.

Bei den drei Personen handelt es sich um zwei Schweizer und um einen im Kanton Wallis wohnhaften Inder, wie die Kantonspolizei Bern auf Anfrage gegenüber bernerzeitung.ch ausführt. Sie hätten sich bei der Verhaftung nicht gewehrt.

Weitere Abklärungen sind im Gang

In ersten Einvernahmen gab einer der drei Männer zu, dass sie vor hatten, am Freitagabend zuerst eine Bibel und dann einen Koran zu verbrennen. Den Bundesplatz hatten sie ausgesucht, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Da sich laut Mitteilung nach den Befragungen weitere Abklärungen aufdrängten, wurden die drei Personen inhaftiert.

Gemäss der Polizei wurden die Hindus wegen Verstosses gegen die beiden Strafgesetzbuch-Artikel «Öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit» sowie «Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit» festgenommen. Das Untersuchungsrichteramt III Bern-Mittelland hat ein Verfahren eingeleitet.

(mau/pd)

Erstellt: 05.11.2010, 14:26 Uhr

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6 Kommentare

Ruedi Löffel

05.11.2010, 11:53 Uhr
Melden

Weil nebst Meinungsäusserungsfreiheit auch Anstand, Respekt und Toleranz zu unseren Grundwerten gehören, müssen wir nicht jede hirnlose Provokation tolerieren. Antworten


Heinz Frey

05.11.2010, 14:47 Uhr
Melden

So ist es eben, ist man wenige, dann kommt die Polizei. Ist man viele (antifashistischer Abendspazierganz, "Anti-SVP-Tag" am Bahnhofsplatz), dann schaut die Polizei zu und es passiert nichts. Rechtsstaat à la Schweiz Antworten



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