Region
Haus der Religionen zieht um
Vier Tage lang feiern mit allen Sinnen
Ab heute Donnerstag bis Sonntag gibt das Haus der Religionen an der Schwarztorstrasse 102 eine Abschlussparty für alle Sinne unter dem Motto «Das Beste zum Schluss». Mit Musik, Basar, Kulinarischem, Kunst sowie Ausstellungen und Diskussionen verabschieden sich der Verein und die beteiligten Religionsgemeinschaften vom heutigen Standort.
Bis Samstag feiern, führen und informieren die Veranstalter bis etwa 22 Uhr. Am Sonntag zum Abschluss soll um 13.30 Uhr ein grosses Klangbild den kommenden Wandel ertönen lassen. Zu den Höhepunkten gehören heute um 19.30 Uhr ein Podium über Religion und Öffentlichkeit, am Freitag, 20.30 Uhr, die Comedyshow von Thomas Leuenberger (ehemals Flügzüg) und am Samstag, 19.30 Uhr, das Konzert mit dem Modus Quartett des Israeli Omri Hason mit einem Mix von Jazz, Oriental- und Folkmusik.
«Das Beste zum Schluss» versprechen die Verantwortlichen des Hauses der Religionen (HdR) für die letzten vier Tage an der Schwarztorstrasse 102. Von heute Donnerstag bis Sonntag feiern dort die verschiedenen Religionsgemeinschaften gemeinsam den Abschied vom heutigen Lokal und laden «tout Berne» dazu ein (siehe Kasten).
Neu beim Rosengarten
Dass sie den heutigen Standort in diesem Sommer räumen müssen, wussten die Betreiber des HdR von Anfang an. Die Grundbesitzer planten seit Jahren den Bau eines grösseren Gebäudekomplexes und überliessen dem HdR die Liegenschaft mit 1000 Quadratmetern zu einem günstigen Preis. Freilich bestand zum Zeitpunkt der Vermietung an der Schwarztorstrasse noch die Hoffnung, von dort aus direkt in das bis dann fertigerstellte Haus der Religionen am definitiven Standort, am Europaplatz, zu ziehen. Doch Planung, Bauprojekt, Einsprachen und neue Planung beanspruchten mehr Zeit, als der Verein «Haus der Religionen – Dialog der Kulturen» vermutet hätte.
Erst Ende April dieses Jahres präsentierte der Verein gemeinsam mit der dazugehörenden Stiftung den Planern und Stadtvertretern die neusten Pläne am Europaplatz (wir berichteten). Als Teil eines Komplexes mit Läden, Hotel und Wohnungen wird das HdR voraussichtlich im Herbst 2013 seine Tore am definitiven Standort öffnen. Bis dann wird sich das Zentrum für den multikulturellen Austausch mit der Liegenschaft an der Laubeggstrasse 21, gleich neben dem Rosengarten, begnügen müssen. Begnügen deshalb, weil die städtische Liegenschaft nach Angaben von HdR-Präsidentin Gerda Hauck halb so gross ist wie jene an der Schwarztorstrasse und deutlich teurer. Dass der Verein die höheren Miet- und die Baukosten von 11 Millionen Franken bewältigen kann, verdanke er den grosszügigen Beiträgen der bernischen Rudolf-und-Ursula-Streit-Stiftung, so Hauck.
Beschränkter Platz
Um mit den räumlichen Einschränkungen klarzukommen, wird der Verein am neuen Ort keine Räume mehr untervermieten. Küche, Hindutempel und Mittagstisch haben weiterhin ihren festen Platz, die meisten anderen Räume werden jedoch mehrfach belegt und genutzt. Noch ist das Zukunftsmusik. Noch stehen die Zügelkisten an der Schwarztorstrasse 102. Schon ab Montag verwandelt sich das bisherige Haus in eine Industriehalle – und neben dem Rosengarten entsteht eine blühende, multikulturelle Oase. (Berner Zeitung)
Erstellt: 24.06.2010, 09:28 Uhr
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