Haus der Religionen sucht neue Unterkunft
Von Hannah Einhaus. Aktualisiert am 18.11.2009 1 Kommentar
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Das Gebäude an der Schwarztorstrasse 102 wird bald abgerissen. Das provisorische Zuhause des Hauses der Religionen geht nächsten Sommer nach rund vier Jahren dem Ende zu. Grund:?Die Baufirma Emil Merz AG will dann mit Kran und Baggern auffahren, um die Siedlung Brunnmatt Ost mit 100 Wohnungen zu bauen. «Die zeitlich beschränkte Nutzung war von Anbeginn klar,» sagt Hartmut Haas vom Haus der Religionen, Einsprachen werde es von dieser Seite nicht geben.
Der seit langem geplante Bau des Hauses der Religionen am Europaplatz lässt auf sich warten. Längst haben die verschiedenen Religionsgemeinschaften ihre Bedürfnisse auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Längst liegen die Pläne für den Bau vor, in dem neben dem Haus der Religionen auch ein Hotel, Wohnungen, eine Bibliothek und einiges mehr untergebracht werden sollen. Längst ist der Bau bewilligt. Doch noch wird intensiv nach Nutzern und Investoren gesucht. Im Klartext:?Bis heute wurde kein Stein gesetzt für das einmalige Projekt.
Neues Provisorium gesucht
Der Verein Haus der Religionen muss für weitere Jahre neue Räumlichkeiten suchen, um seine Aktivitäten aufrechtzuerhalten. Beim heutigen Standort an der Schwarztorstrasse stehen rund 1000 Quadratmeter zur Verfügung, laut Haas benötigt der Verein an einer neuen Adresse rund 500 Quadratmeter, um Veranstaltungen durchzuführen und einzelnen kleinen Religionsgemeinschaften Platz anzubieten. Eine intensive Suche habe begonnen, versichert Haas. «Es muss nicht wieder ein Abbruch sein, sondern darf gern ein würdiges Etikett tragen.»
Schon in acht Monaten muss der Verein ausgezogen sein. Man suche leere Räume in Kirchen, Quartierzentren, Schulen und Läden. Eine relativ zentrale Lage wie heute wäre natürlich wünschenswert. Aber man müsse offen sein. Ein Hauptgebäude im Zentrum und mehrere kleine Veranstaltungsorte in den Quartieren kommen ebenfalls in Frage. Haas rechnet mit einer relativ kurzfristigen Zusage. Inserate, die dem Bedarf des Vereins entsprechen, würden erst im Frühling erscheinen. «Wir haben keinen Grund zur Panik», versichert Haas. (Berner Zeitung)
Erstellt: 18.11.2009, 08:18 Uhr
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