Tschäppäts Auftritt lässt Christoph Blocher kalt
Von Christian Liechti. Aktualisiert am 04.03.2010 67 Kommentare
SVP-Fraktionspräsident Eric Hess fordert Alexander Tschäppäts Rücktritt. (Bild: Urs Baumann)
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«Alexander Tschäppät macht dauernd den Pausenclown, statt in Bern die Probleme zu lösen», ärgert sich FDP-Fraktionspräsident Philippe Müller über den Auftritt des Stadtpräsidenten nach dem YB-Heimspiel gegen Zürich. Sich so in der Öffentlichkeit zu verhalten sei eines Stadtpräsidenten «unwürdig» und schade dem Ansehen der ganzen Stadt. «Tschäppät muss sich überlegen», so Müller, «ob er Eventmanager oder Stadtpräsident ist.»
SVP Bern fordert Rücktritt
Für die SVP der Stadt Bern ist der Auftritt ein gefundenes Fressen: Fraktionspräsident Erich J. Hess fordert gar den Rückritt von Tschäppät als Stadtpräsident. «Langsam aber sicher wird er untragbar», sagt Hess.
Stéphanie Penher, Co-Fraktionspräsidentin GB/Ja, bezeichnet Tschäppäts Verhalten als «unglücklich, jedoch als kein Politikum». In Bern müssten über andere Probleme diskutiert werden als über den Auftritt des Stapis nach einem YB-Spiel. Penher gibt jedoch zu bedenken, dass es nicht immer einfach sei, die Rolle des Stadtpräsidenten mit der des Privatmanns zu trennen.
SP: «eine unüberlegte Aktion»
Als eine «unüberlegte Aktion» taxiert Tschäppäts Partei den Vorfall. Er habe sich von der Euphorie mitreissen lassen, sagt SP/Juso-Fraktionspräsidentin Giovanna Battagliero. «Zum Glück zählt als Stadtpräsident jedoch der politische Leistungsausweis.»
Kein Kommentar zu «primitiven Aussagen»
Und was sagt der betroffene Alt-Bundesrat Christoph Blocher (SVP) zum Bühnenauftritt von Stadtpräsident Alexander Tschäppät? Blocher - lässt sein Sprecher ausrichten - nehme zu «primitiven Aussagen» keine Stellung. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.03.2010, 11:48 Uhr
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67 Kommentare
@felix gerber: Sie bringen es auf den Punkt. Über den Stil von Herrn Tschäppät kann man sich streiten, aber im Vergleich zu dem was sich anderen Politikern so erlauben (dürfen) ist dies ja wohl ein kleines Übel. Es wäre doch wünschenswert, dass sich diejenigen die nun laut aufschreien, bei anderen, wirklichen Problemen auch so einsetzen und sich lautstark äussern würden. Antworten
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