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Halb Bern hält sich mit Zumba fit

Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 15.02.2012 1 Kommentar

Schwitzen, tanzen, Spass haben: Tanzschulen und Fitnesscenter profitieren seit längerem vom Zumba-Boom – auch in Bern. Sie müssen ausbauen und Wartelisten führen. Der Versuch, ein Massenphänomen zu erklären.

Zumba ist ein Phänomen: Das vom Latin–Lebensgefühl inspirierte Tanz- und Fitness-Angebot hat längst auch Bern erfasst.

Zumba ist ein Phänomen: Das vom Latin–Lebensgefühl inspirierte Tanz- und Fitness-Angebot hat längst auch Bern erfasst.
Bild: zvg

Zumba-Stunde

Zumba-Party

Zumba-Grundschritte

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Es ist nicht die erste Fitnesswelle, die das Land erfasst. Einige erinnern sich bestimmt noch an den Aerobic-Boom der 80er-Jahre, als alle Frauen mit Leggins und Bodys ins Fitnessstudio rannten. Seither jedoch darbten Gruppenfitnesskurse eher vor sich hin. Das ist seit letztem Jahr vorbei. Wenn man sich heute in der Berner Fitness- und Tanzszene umhört, heisst es überall, Zumba sei auch bei ihnen ein Riesenerfolg. «Es liegt wohl an der perfekten Kombination aus lateinamerikanischer Musik, Tanz Lebensfreude und Fitness, das den Kundenbedürfnissen entspricht und den Erfolg ausmacht», sagte beispielsweise Cathrine Bissegger, die Leiterin der Sparte Bewegung und Gesundheit der Migros-Klubschule.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Die meisten Tanzstudios und Fitnesscenter in Bern haben Zumba inzwischen im Angebot. Die grösste Anbieterin von Zumba in der Schweiz ist die Klubschule Migros. «Alleine in Bern sind im Monat Februar etwa 20 Kursstarts geplant», sagte Jonas Wüthrich, Leiter Sparte Bewegung und Gesundheit der Klubschule Migros Aare.

«Die typische Zumba-Teilnehmerin gibt es nicht, denn Zumba ist ein Massenphänomen, das vor allem Frauen, aber auch Männer anspricht», sagt Cathrine Bissegger. Das Angebot sei für jedermann geeignet. Darum gibt es die Kurse inzwischen auch extra für Ältere, für Kinder, Übergewichtige und als Wasser-Zumba. Diese Kurse tragen beispielsweise den Zusatz «Gold» oder «Light».

Erfindung eines Südamerikaners

Zumba wurde Mitte der 90er Jahre von einem Kolumbianer entwickelt. Der Erfinder war ein Fitness-Trainer, der auch als Choreograf für internationale Superstars der Popmusik tätig war. Zumba ist eine wilde Mischung aus Hip-Hop, Samba, Salsa, Merengue, Mambo, Martial Arts und Bollywood- und Bauchtanzbewegungen. Zumba heisst umgangssprachlich auf Spanisch übrigens «sich schnell bewegen und Spass haben».

In den USA ist Zumba längst Kult. In der Schweiz bietet die Migros Klubschule das Tanz-Fitnessprogramm seit 2007 an. Seit Sommer 2010 hat sie ihr Angebot ständig ausgebaut. «In einigen Klubschulen gibt es nach wie vor Wartelisten für die Zumba-Kurse», sagte Catherine Bissegger.

Volle Kurse, Einschreibelisten und Zumba-Parties

«Zumba ist sehr anstrengend und schweisstreibend, doch man merkt es kaum, weil der Spass im Mittelpunkt steht», versucht Rita Pauli-Rathbone, die Inhaberin der Tanzschulen Dance Passion und Garbujo in Bern das Phänomen Zumba zu erklären. Die Tanzschulen bieten Zumba seit letztem Jahr an. «Unsere Zumba-Kurse sind immer alle voll. Darum bauen wir das Angebot aus.» Ab dem 1. März gibt es in der Dance Passion einen vierten Kurs, dafür hat die Tanzschule extra einen Raum dazugemietet. Und auch im Garbujo-Studio an der Aarbergergasse will sie in Kürze einen zweiten Kurs ausschreiben.

Im Fitness-Center Time-Out in Ostermundigen gibt es seit Dezember eine Einschreibeliste für den Zumba-Kurs am Mittwochabend. «Wir hatten teilweise 50 Leute in der Abendstunde, da konnte man sich gar nicht mehr bewegen», sagte Concetta Gyger, die selber auch Kurse gibt im Time-Out. Bei den Kundinnen ist diese Massnahme unterschiedlich angekommen: «Einige finden es gut und andere finden es eher mühsam», sagte Concetta Gyger. Im Time-Out gibt es sechs Zumba-Kurse pro Woche und einmal im Monat, jeweils Freitags, eine Zumba-Party.

Eine Lektion Zumba kostet in Bern zwischen 16.50 und 22 Franken. Meistens ist die erste Stunde, eine sogenannte Schnupperstunde, gratis, dann kann man verschiedene Abos lösen. Bei den meisten Kursen kann man jederzeit einsteigen. Vorkenntnisse braucht man keine. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.02.2012, 14:09 Uhr

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1 Kommentar

Günther Krass

15.02.2012, 17:03 Uhr
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Ja klar, weil sie dies fehlerfrei aussprechen können, die Berner. Antworten




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