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Gesucht wird: Ein Sudeltrog

Der Sudeltrog, der vor dem Kreuzgassbrunnen stand, ist seit Jahren spurlos verschwunden. Eine Anzeige bei der Polizei und eine Suchaktion verliefen im Sand. Wenn er demnächst nicht auftaucht, soll eine Kopie angefertigt werden.

Bis 1998 stand der Sudeltrog (vorne im Bild) beim Kreuzgassbrunnen. Dann wurde er zur Renovation entfernt – und seither fehlt von ihm jede Spur.

Bis 1998 stand der Sudeltrog (vorne im Bild) beim Kreuzgassbrunnen. Dann wurde er zur Renovation entfernt – und seither fehlt von ihm jede Spur. (Bild: zvg)

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1998 wurde er aus der Altstadt entfernt, wenig später tauchte er für kurze Zeit im Gebiet Galgenfeld auf. Jahre später, 2002, wurde er in Ausserholligen gesichtet. Seither gilt er als verschollen. Dabei ist er mit seinen anderthalb Metern Länge und einem Gewicht von zwei Tonnen kaum zu übersehen. Das Signalement des Vermissten: Er hat eine gerade geschnittene Rückenpartie und eine in Form einer Muschel geformten Vorderseite. Sein Alter wird auf 200 Jahre geschätzt.

Beim Gesuchten handelt es sich um den Sudeltrog des Kreuzgassbrunnens in der unteren Altstadt. Solch steinerne Tröge, welche neben die Brunnen gestellt wurden, dienten früher den Anwohnern als Tränke für ihre Tiere sowie zum Waschen diversen Hausrats.

2002 letztmals gesehen

Viele haben recherchiert, doch der Trog bleibt bis heute verschwunden. «Er war mal kurz bei uns zur Restaurierung», sagt Thomas Schwarz, Inhaber der Firma Jeker Natursteine im Galgenfeld. Das war 1998. «Der Trog ging dann zurück, wohin weiss ich aber nicht.» Nach dieser Restauration wollte man die Sanierung der Altstadtgassen abwarten, bevor der Sudeltrog wieder an seine Stelle verpflanzt wird. «Der Trog wurde dann in einem Depot der Stadtgärtnerei in Ausserholligen gelagert», weiss Jürg Keller von der städtischen Denkmalpflege. 2002 wurde das Becken aus Kalkstein dort gesichtet. Als ihn die Stadtbauten, die für den Unterhalt der Brunnen verantwortlich sind, 2005 nach der Altstadt-Strassensanierung wieder beim Kreuzgassbrunnen montieren wollten, war der Sudeltrog unauffindbar.

Bei der Stadtgärtnerei schüttelt man den Kopf. Adrian Ulrich, stellvertretender Stadtgärtner, sagt: «Wir haben gestern in der Geschäftsleitung über den Trog gesprochen, es ist niemand mehr bei uns, der sich an ihn und seinen Verbleib erinnern kann.» Und Kurt Häusler von den Stadtbauten meint: «Wir hoffen immer noch, dass er irgendwo auftaucht.» Wenn nicht, müsse man mit einem Steinhauer Kontakt aufnehmen und eine Kopie machen lassen.

Hoffen auf ein Wiedersehen

Auch der Kramgass-Leist will den Trog wiederhaben. «Wenn nicht das Original, dann eine Rekonstruktion», sagt Leist-Präsident Nicolas Adamek. Unterstützung erhält er von Denkmalpfleger Jürg Keller. Falls er nie mehr auftaucht, sei es unerlässlich, ein Duplikat herzustellen. «Allerdings sind keine Pläne vorhanden, man müsste den Sudeltrog auf Grund von Fotos rekonstruieren.» Wie viel das kosten würde, kann Keller nicht sagen. Auch er hofft aber immer noch, dass das historisch wertvolle Original irgendwo wieder auftaucht.

«Wir haben Anzeige bei der Polizei erstattet, aber es hat nichts genützt», sagt er. Eine Suchaktion sei im Sand verlaufen. Es gäbe nichts Schriftliches darüber, wann und wo der Trog ein- und ausgelagert wurde, weder Quittungen noch Empfangsbestätigungen.

Wo ist der Trog geblieben? Wurde er entführt? Oder zusammengeschlagen? Jürg Keller glaubt jedenfalls nicht, dass sich das Steinbecken in Luft aufgelöst hat. «Wahrscheinlich hat jemand den Trog irgendwo abtransportiert, vielleicht ist er in den Handel gekommen, und vielleicht steht er heute in einem Garten.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 17.03.2010, 10:28 Uhr

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1 Kommentar

Peter Münger

17.03.2010, 10:12 Uhr
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Libyen hat den Trog, demnächst wird Lösegeld fällig. Haben wir schon 1. April ? Der Trog steht sicher bei einem Einfamilienhaus und erfreut den Besitze welcher das Ding geklauft hat. Oder wurde als Geschenk für einen aus dem Amt gehenden Beamten überrecht. Antworten




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