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Gertrud Rothen: «Beide Seiten trugen zur Lösung bei»

Von Herbert Rentsch. Aktualisiert am 23.09.2011 2 Kommentare

Gertrud Rothen, Präsidentin des Kirchgemeinderates Köniz, ist zufrieden mit dem Vergleich. Ihren eigenen Rücktritt schliesst sie aus.

Mit dem Weggang von Pfarrer Urwyler hat der Kirchgemeinderat sein Ziel erreicht. Ist heute ein Freudentag für Sie?
Gertrud Rothen: Ich empfinde nicht Freude. Ich bin dankbar, dass Regierungsrat Christoph Neuhaus den Vergleich ermöglicht hat.

Zu der von Ihnen geforderten Abberufung kommt es aber nicht. Sind Sie mit dem Gesuch übers Ziel hinausgeschossen?
Mit der getroffenen Lösung ist das Abberufungsgesuch gegenstandslos geworden.

Würden Sie das Gesuch aus heutiger Sicht nochmals stellen?
Der Kirchgemeinderat überlegte sich damals sehr gut, was er tat. Es gab keine andere Möglichkeit. Unter gleichen Bedingungen müsste der Kirchgemeinderat wieder so handeln.

Für den Vergleich zeigte Urwyler Entgegenkommen. Galt das auch für die Kirchgemeinde? Werden ihm eine Abfindung oder Anwaltskosten bezahlt?
Beide Seiten trugen dazu bei, dass es zum Vergleich kam. Wir äussern uns aber nicht über den Inhalt der Vereinbarung. Die Parteien haben beschlossen, Stillschweigen zu bewahren.

Der Konflikt hat Ihrer Kirchgemeinde sehr geschadet. Wie viele Kirchenaustritte mussten Sie hinnehmen?
Nicht mehr als üblich. In den Jahren 2009 und 2010 gab es sogar eher weniger Austritte als zuvor.

Und welche Kosten sind der Kirchgemeinde wegen des Konflikts entstanden?
Konkrete Zahlen kann ich noch nicht nennen. Wir müssen die finanziellen Auswirkungen zuerst zusammentragen.

Mit dem Weggang des Pfarrers sind nicht alle Probleme gelöst. Wie verhelfen Sie dem gebeutelten Kirchenkreis Köniz wieder zu einem guten Kirchenleben?
In Zusammenarbeit mit der Kreiskommission und den Mitarbeitenden werden wir das in Angriff nehmen. So bald als möglich wollen wir mit Gesprächen beginnen.

Darf André Urwyler in Köniz wieder Beerdigungen, Taufen und Hochzeiten halten?
Das entscheiden nicht wir. Er untersteht ab 1.November dem Regionalpfarrer. Dieser wird über Herrn Urwylers Einsätze entscheiden.

Pfarrer Urwyler sagte immer wieder, er strebe Versöhnung an. Wie ist das Verhältnis zwischen ihm und dem Kirchgemeinderat heute?
Wir haben uns in letzter Zeit nicht getroffen, weil es nicht notwendig war. Persönlich kann ich Herrn Urwyler als Mensch nach wie vor freundlich begegnen. Denn der Konflikt fand nicht auf der menschlichen, sondern auf der sachlichen Ebene statt.

Pfarrer Urwyler muss gehen. Wäre es nicht an der Zeit, dass auch Sie das Feld für einen Neuanfang räumen und zurücktreten?
Das kommt für mich im Moment nicht infrage. (Berner Zeitung)

Erstellt: 23.09.2011, 11:00 Uhr

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2 Kommentare

Daniel Maier

23.09.2011, 12:17 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Stur und uneinsichtig, diese Frau, sie wäscht ihre Hände in Unschuld. Wenn ich dieses Interview, und die ganze Story lese und zurück verfolge, ist diese Frau lieblos. Solche Leute braucht die Kirche nicht. Bitte gehen Sie, Frau Rothen, diesem Amt sind Sie nicht gewachsen. Die Kirchgemeinde Köniz würde Ihnen herzlich danken. Antworten


Daniel Maier

25.09.2011, 15:05 Uhr
Melden

Es ist schon bedenklich, dass hier nur 2 kommentieren,Patrick Bieri und ich. Und das nach einer mehr als 10 Jahre dauernder Diskriminierung von Pfr. Urwyler. Da wurde laut geschrien "Wir wollen den Pfarrer behalten", von nicht unwichtigen Personen, sogar aus der Ex-Politik. Und jetzt wurde der Pfarrer gefeuert, und die Schafe schweigen. Ihr Könizer habt eine Pfarrer à la Zwieten der Blome verdient Antworten




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