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Gemeinderat fordert AKW-Stilllegung

Aktualisiert am 16.12.2011 4 Kommentare

In einem an die zuständigen eidgenössischen und kantonalen Behörden sowie an die BKW gerichteten Brief ersucht der Könizer Gemeinderat um die sofortige und dauerhafte Schliessung des AKW Mühleberg.

Nicht nur in der Gemeinde Köniz, auch an dieser Demonstration ist man gegen das AKW Mühleberg.

Nicht nur in der Gemeinde Köniz, auch an dieser Demonstration ist man gegen das AKW Mühleberg.
Bild: Andreas Blatter

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Der Gemeinderat von Köniz gelangt mit einem Schreiben an das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, an die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern sowie an die BKW FMB Energie AG. Im Brief ersucht der Gemeinderat die zuständigen Behörden, zum Schutz der Könizer Bevölkerung das AKW Mühleberg sofort und dauerhaft zu schliessen.

Die Atomkatastrophe in Japan habe den Gemeinderat erschüttert und beschäftigt, schreibt die Könizer Exekutive. Die Ereignisse hätten gezeigt, dass die Atomenergie eine gefährliche Technologie ist, die auch in Gesellschaften mit ausgeprägtem Sicherheitsdenken nicht vollständig beherrscht werden kann. Eine ähnliche Katastrophe in Mühleberg würde das Gemeindegebiet von Köniz auf Jahrzehnte unbewohnbar machen. Deshalb unterstützt er die Haltung des Bundesrats und des bernischen Regierungsrat zum Atomenergie-Ausstieg.

Entscheid schon vor Fukushima

Bei seiner Intervention stützt sich der Gemeinderat auch auf die kantonale Volksabstimmung vom Februar 2011 ab. Mit 51,2 Prozent habe sich die Mehrheit der Könizer Bevölkerung gegen den Ersatz des AKW Mühleberg ausgesprochen. Damit sei Köniz eine von zehn bernischen Gemeinden gewesen, die bereits vor der Atomkatastrophe in Japan für die definitive Schliessung des AKW Mühleberg stimmte.

Ferner verlangt das Gemeindeparlament mit einer im vergangenen September erheblich erklärten Motion, dass sich der Gemeinderat bei den zuständigen Behörden und bei den BKW für eine sofortige und dauerhafte Stilllegung des AKW Mühleberg einsetze.

Der Gemeinderat von Köniz ist sich bewusst, dass ein Ausstieg aus der Atomenergie mit massiven Stromsparmassnahmen und einem starken Ausbau der erneuerbaren Energien verbunden sei. Der Gemeinderat habe mit der von ihm verabschiedeten Energiestrategie signalisiert, dass er selber Bestrebungen zur besseren Nutzung der erneuerbaren Energien, zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Energiesparen unterstützt und fördere. (cls)

Erstellt: 16.12.2011, 10:39 Uhr

4

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4 Kommentare

Peter Sager

16.12.2011, 13:53 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Vor Verwaltungsgericht konnte der Bereich Flugzeugabsturz auf Mühleberg angebracht werden. Gemäss der deutschen Cockpit Vereinigung ist ein Volltreffer mit einem Grossraumflugzeug jederzeit möglich. In Deutschland sind auch aus diesem Grund nur noch Werke mit 2 Meter Betonwand im Betrieb. Mühleberg hat eine Aussenwand von 30cm bis 60cm und Risse im Kernmantel. Die Vernunft sagt abstellen Antworten


Christoph Salzmann

16.12.2011, 14:45 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Nicht nur Köniz wäre unbewohnbar. Nein sogar ein ganzes Gebiet bis zum Jurafuss. Die Verbindung zwischen der Deutschschweiz und der Romandie wären unterbrochen. Damit: es gäbe keine Schweiz als Einheit mehr. Antworten




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