Fünf Autos mit Flaschen beworfen – Mann verletzt
Von Jürg Spori. Aktualisiert am 05.01.2012 3 Kommentare
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Eine volle Bierflasche zerstörte die Frontscheibe eines BMW. (Bild: zvg)
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Um die Mittagszeit am Neujahrstag fuhr ein 49-jähriger Lehrer* mit seinem BMW auf der Neubrückstrasse an der Reitschule vorbei. «Plötzlich flogen Flaschen aus dem Gebäude», erzählt er. Er wollte nach rechts auf die Busspur ausweichen. «Doch das ging nicht, weil ich sonst Velofahrer umgefahren hätte», sagt er. Ihm blieb nichts anderes übrig als abzubremsen und auf der linken Spur weiterzufahren. «Sekunden später schlug eine volle Bierflasche auf der Frontscheibe auf.» Weil er wegen der milchigen, gespaltenen Frontscheibe nicht mehr weiterfahren konnte, hielt er an und telefonierte der Polizei.
Dann warfen dunkel gekleidete Personen erneut Flaschen aus der Reitschule. Eine volle Bierflasche traf den Jeep eines Autofahrers* aus Küsnacht ZH. «Zehn Minuten später trafen Polizisten mit umgehängten Gewehren ein», erzählt der BMW-Fahrer. Dann seien die Dutzend Polizisten in die Reithalle eingedrungen. Der Lehrer will auch gesehen haben, wie ein Passant von einer Flasche getroffen wurde. Der Mann mit Blut überströmten Gesicht sei von Sanitätern betreut worden», erzählt er. «Wir wissen nichts von einem Verletzten», sagt hingegen Kantonspolizeisprecherin Daniela Sigrist.
Autofahrer müssen Schäden selber bezahlen
Gemäss ihren Angaben hat die Polizei bisher Kenntnis von einer Anzeige. Der Jeep- und BMW-Fahrer sind überzeugt: «Innert weniger Minuten wurden fünf Autos von Flaschen getroffen.» Die Polizei habe dann allen betroffenen Autofahrern geraten, auf die Schützenmatte zu fahren und dort für einen Rapport zu warten, berichtet der BMW-Fahrer. «Doch die Polizei erschien auch nach einem Anruf von uns Wartenden nicht», sagt der Jeep-Fahrer. Er habe am Dienstag an seinem Wohnort Küsnacht Anzeige erstattet.
«Es wäre schwierig gewesen, in der Nähe der Reitschule die Rapporte aufzunehmen. Priorität hatten die Sofortmassnahmen zur Sicherheit aller Beteiligten», sagt Polizeisprecherin Sigrist. «Der Polizei tut es leid, wenn sich die Autofahrer nicht gut betreut fühlten», führt sie aus.
Die Schäden an den Autos der beiden belaufen sich auf je über 2000 Franken. «Weil keine Versicherung Vandalenakte und höhere Gewalt abdeckt, müssen wir den Schaden wohl selber bezahlen», fürchten sie. Beide sind entsetzt über die «Machenschaften» in der Reitschule: «Es darf doch nicht sein, dass ich bei einem Freundesbesuch in Bern mit Flaschen beworfen werde», sagt der Jeep-Fahrer aus Küsnacht. Der BMW-Fahrer aus Bern doppelt nach: «In der Nähe der Reitschule ist es lebensgefährlich.»
Die Kantonspolizei Bern hat über die Flaschenwürfe vom Neujahrstag nicht informiert. «Im Zuge der Gleichbehandlung haben wir nicht informiert», erklärt Kapo-Sprecherin Sigrist. Es habe über Neujahr mehrere gleichwertige Sachbeschädigungen im Kanton Bern gegeben.
*Namen der Redaktion bekannt (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.01.2012, 09:50 Uhr
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3 Kommentare
Die Rechnung für die Scheiben können dem GR der Stadt Bern gesenet werden. Sie sind ja die Schirmherren dieser Reithalenverbrechern. Der Polizei kann kein vorwurf gemacht werden ihnen sind die Hände gebunden. Da ein paar Chaoten mehr recht haben als die Bürger. Sicher sind die Flaschenwerfer noch Sozialhilfebezüger. Was muss noch alles geschehen? Antworten
Wenn ein Duzend Polizisten in die Reithalle eingedrungen sein sollen, werden Diese wohl die Täter dingfest gemacht haben. Dann brauchts wohl keine Versicherungen die nicht zahlen will wegen Vandalenschäden. Dann können die Täter wohl für den Schaden selbst gerade stehen. Wieso sollen die Rechnungen an den GR. gesendet werden. Dieser würde wenn schon, so oder so mit unserem Steuergeld zahlen. Antworten
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