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«Es war fürchterlich, es war wie ein Erdbeben»

Von Jürg Spori. Aktualisiert am 13.04.2011 128 Kommentare

Bei einem Deckeneinsturz am Dienstagabend im Erlebnisbad Bernaqua des Freizeitzentrums Westside in Bern-Brünnen wurden zwei Personen verletzt. Es war ein Riesenglück, dass nicht mehr Badegäste zu Schaden kamen.

1/28 Prüfender Blick nach oben – CEO Anton Gäumann im grossen Bad.
Bild: Andreas Blatter

   

Verletzter aus dem Spital entlassen

Wie die Westside-Mediensprecherin am Mittwochmittag mitteilte, konnte die verletzte Person aus dem Spital entlassen werden. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut.

Bad geschlossen

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich rund 1000 Besucher im Komplex mit Bad, Spa, Sauna und Fitnesscenter. Sie wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Das Erlebnisbad bleibt vorläufig geschlossen. Über die Wiedereröffnung entscheiden die Polizei und das Regierungsstatthalteramt.

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Das Drama bahnte sich gestern Abend gegen 18.45 Uhr neben dem grossen Schimmbecken im Bernaqua an, als sich eine Decke löste und zu Boden krachte. Die alarmierte Feuerwehr und die Sanitätspolizei Bern bargen die Verletzten und sperrten die Unfallstelle ab.

Geschockt

«Es war fürchterlich, es war wie ein Erdbeben, der Luftdruck hat mich beinahe umgeworfen», erzählte Kate Camenan aus Biel. Sie befand sich mit ihrem Sohn und drei anderen Kindern im Bernaqua. Sie erlebte den Deckeneinsturz aus nächster Nähe mit und rannte danach mit den Kindern sofort aus dem Bad. «Ich bin total geschockt», sagte sie vor dem abgeriegelten Eingang. Gäste, die das Bad nicht freiwillig verlassen wollten, wurden evakuiert. Viele von ihnen verliessen das Erlebnisbad mit ernstem Gesicht. Nach Angaben der Kantonspolizei stürzte die Decke neben dem Schwimmbecken aus über zehn Metern auf den Boden herab.

Zwei Verletzte

Beim Deckeneinsturz wurden zwei Personen, die sich am Beckenrand aufhielten, getroffen und verletzt. Eine verletzte Person musste mit der Sanitätspolizei der Stadt Bern ins Spital gefahren werden. Die zweite Person wurde vor Ort medizinisch behandelt. Eine dritte Person erlitt einen Schock und wurde von einem Angehörigen der Feuerwehr betreut.

Der Schwimmbereich des Bernaqua wurde sofort abgesperrt, die anwesenden Gäste wurden zum Verlassen des Bades aufgefordert. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern, eine Kompanie des Brandkorps und die Betriebswehr des Westside trafen gemeinsam mit der Kantonspolizei Massnahmen zur Sicherung der Schwimmhalle.

Zur Klärung der genauen Umstände dieses Deckeneinsturzes hat die Staatsanwaltschaft Abklärungen eingeleitet. Warum es zum Einsturz kam, konnte Westside-Mediensprecherin Andrea Grepper nicht sagen. Nach ihren Angaben bleibt das Erlebnisbad bis auf weiteres geschlossen, Spa, Sauna und Fitnessbereich sollen aber bereits heute wieder geöffnet werden.

Das Einkaufszentrum Westside inklusive Erlebnisbad ist vom amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind projektiert worden. Es wurde erst im Herbst 2008 eröffnet. Es war schon kurz nach der Eröffnung in die Schlagzeilen geraten, als sich in einem Fastfood-Lokal Deckenplatten lösten und zwei Kinder verletzten. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.04.2011, 06:11 Uhr

128

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128 Kommentare

Reto Feuz

12.04.2011, 22:18 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Göttlich, diese Kommentare! Alles nur Experten, welche sich hier rumtummeln, ich bin erstaunt über die hohe Fachkompetenz der hier schrbeienden! *vorsicht Sarkasmus*
Jammern ist immer einfacher (und weitaus spannender) als positive Würdigung. Es gibt tatsächlich auch ein paar poitive Dinge am WS, Sie würden staunen...
Antworten


Urs Lauper

12.04.2011, 20:51 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Das Westside ist in bedenklichem Zustand: Vielerorts blättert Gips, gibt es Risse. Korrosion ist sichtbar, Farbe aufgebläht und abgelöst, das Dampfbad seit Wochen eine Sanierungsbaustelle. Planungsmängel sind erkennbar, so gibt es im Bad Notausgänge, welche durch Eisenbahnschotter führen, wie sollen da viele Leute rasch und ohne Zwischenfall barfuss evakuiert werden? Antworten



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