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Es bleibt noch jahrelang laut im Ostring

Von Andrea Sommer. Aktualisiert am 26.03.2010 1 Kommentar

Kein Lärmschutz für die Bevölkerung im Ostring: In seiner Antwort auf einen SP-Vorstoss macht der Gemeinderat klar, dass der Bund die Lärmsanierung auf diesem Autobahnabschnitt frühestens 2018 realisiert.

Es bleibt lärmig: Die Bevölkerung im Ostring muss sich noch mindestens acht Jahre gedulden, bis etwas gegen den Lärm auf dem Autobahnabschnitt Wankdorf- Rubigen unternommen wird.

Stefan Anderegg

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Sie haben schon lange die Nase voll: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets Ostring/Freudenbergerplatz/Sonnenhof wehren sich seit nunmehr vier Jahren gegen Lärm und Gestank auf der Auto-bahn A6 Bern-Ostring. In einer Petition verlangten sie eine Überdeckung des Autobahnabschnitts. Ein Anliegen, das auch in der Politik unbestritten ist: 2007 erklärte der Stadtrat zwei entsprechende Vorstösse als erheblich.

Nun liegt die Antwort des Gemeinderats vor. Die gute Nachricht: Ein Umfahrungstunnel für den Bereich Ostring, der Bypass Ost, sei laut dem Bundesamt für Strassen (Astra) mit den verfügbaren Bundesmitteln finanzierbar, schreibt der Gemeinderat. Die schlechte Nachricht: Der Bypass Ost könne frühestens in 15 bis 20 Jahren, der Lärmschutz auf dem Autobahnabschnitt Wankdorf–Rubigen ab 2018 realisiert werden. Die Detailprojektierung für diesen Abschnitt soll erst 2015 abgeschlossen sein. Den Liegenschaftseigentümern am Ostring empfiehlt der Gemeinderat deshalb den Einbau von Lärmschutzfenstern. Sie könnten sich die nötigen Investitionen später vom Bund zurückerstatten lassen, schreibt der Gemeinderat weiter. Er geht in seiner Antwort davon aus, dass eine Überdeckung der A6 nur dann möglich ist, wenn der Bund durch das Umweltschutzgesetz dazu verpflichtet ist. Beschliesse der Bund jedoch, den Bypass Ost zu bauen, dann mache eine Überdeckung der Autobahn keinen Sinn. «In diesem Fall würde die Autobahn am heutigen Standort zu einer städtischen Strasse zurückgebaut», schreibt der Gemeinderat.

«Das dauert zu lange»

SP-Stadtrat Thomas Göttin, der gemeinsam mit seinem Parteikollegen Michael Aebersold ein entsprechendes Postulat eingereicht hatte, ist von der Antwort enttäuscht. Diese zeige, dass Bund und Gemeinderat die Anliegen der Bevölkerung im Ostring nicht ernst nähmen. Und dies, obwohl in dem dicht besiedelten Gebiet unbestritten hoher Handlungsbedarf bestehe.

Enttäuscht ist Göttin auch darüber, dass der Gemeinderat in seiner Antwort nicht auf andere Massnahmen zur Lärmsanierung eingeht: «Ein anderer Strassenbelag würde hier schon etwas bringen», so der SP-Stadtrat. Für Göttin ist klar, dass er sich nicht geschlagen gibt. Er fordert eine Überdeckung des Autobahnteilstücks – selbst wenn der Bypass Ost gebaut werden sollte. «Der Bypass kommt in 15 bis 20 Jahren. Das dauert uns zu lange.»

«Bypass wäre das Beste»

20 Jahre bis der Bypass kommt – das würde auch Laura Bezzola zu lange dauern. Sie kämpft seit Jahren für weniger Lärm am Ostring und lancierte 2006 gemeinsam mit Urs Stauffer eine Petition. Auch Bezzola hat dieser Tage Post erhalten – von Verkehrsminister Moritz Leuenberger und vom Astra. «Laut diesen Schreiben hat der Ostring in der Astra-Planung höchste Prioriät», sagt Bezzola. Zudem solle nächstes Jahr entschieden werden, ob der Bypass gebaut werde, so Bezzola. Für sie wäre dies die beste Lösung, die eine Überdachung des Autobahnteilstücks überflüssig mache. Von Lärmschutzfenstern hält Bezzola dagegen nichts: «Die Lärmbelastung ist so hoch – da nützen diese Fenster nichts.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 26.03.2010, 10:20 Uhr

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1 Kommentar

Martin Lerch

26.03.2010, 08:38 Uhr
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Nur so en passant: Die Bernburger bauten diese Wohnblocks, NACHDEM der Bau der Autobahn bereits geplant war. Sie mussten die Lücke freilassen. Es liegt also an den Eigentümern dieser Wohnblocks, diese Lärmsanierung zu besorgen und zu finanzieren. Antworten



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