Einziges Gasthaus ist gefährdet
Von Peter Steiger. Aktualisiert am 09.02.2012
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«Ich will mich verändern», sagt Urs Egger. Zusammen mit Gaby Schwab führt er das Etzelkofer Rössli seit 2005. Mitte April laden die beiden zum Ustrinket ein. Das 300-jährige Haus ist seit 1886 eine Wirtschaft. Und soll dies auch bleiben. «Wir suchen dringend einen Pächter», sagt Therese Isch, die mit ihrer Familie die Liegenschaft besitzt. Das Rössli habe sich unter Egger und Schwab gut entwickelt. Umso bedauerlicher sei es, dass kein Nachfolger in Sicht sei.
Egger und Isch räumen ein, dass Restaurants jetzt schwierige Zeiten durchstehen müssen. In Etzelkofen, wo rund 300 Menschen leben, ist das Rössli der einzige Gasthof. Ein Aus würde das Dorfleben beeinträchtigen. «Wir bemühen uns, dass das Haus eine Wirtschaft bleibt», verspricht Therese Isch.
Urs Egger wagt sich nach seinem Absprung vom Rössli auf schwankenden Boden: Er übernimmt bei der Drei-Seen-Schifffahrtsgesellschaft in Sugiez den Gastrobereich. Das ist nicht bloss ein Bürojob. Egger wird auf den beiden Schiffen des Unternehmens auch kochen. Seine Partnerin hat sich noch nicht entschieden, was sie nach dem Rössli-Abgang arbeiten wird. (Berner Zeitung)
Erstellt: 09.02.2012, 10:36 Uhr
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