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Einsprachen gegen Lättere-Einzonung

Von Annina Hasler. Aktualisiert am 28.06.2011

Das Areal Lättere ist eine der letzten grossen Bauflächen Zollikofens. Aus der heutigen Blumenwiese soll bald Wohnraum für 400 Personen werden. Gegen die Einzonung der Lättere sind zwei Einsprachen eingegangen.

Gemeindepräsident Stefan Funk auf dem Lättere-Areal: Aus der Sommerwiese soll eine Wohnüberbauung  für über 400 Personen entstehen. Rechts im Hintergrund verläuft der Lätternweg.

Gemeindepräsident Stefan Funk auf dem Lättere-Areal: Aus der Sommerwiese soll eine Wohnüberbauung für über 400 Personen entstehen. Rechts im Hintergrund verläuft der Lätternweg.
Bild: Urs Lindt

Eine Sommerwiese wie aus dem Bilderbuch, so präsentiert sich das Lättere-Areal im Moment. Nicht mehr lange, denn auf dem sanften Hügel soll Wohnraum für über 400 Personen entstehen. In der Überbauung Lättere ist vorgesehen, gegen 140 Wohnungen zu errichten.

Der Gemeinderat hatte bereits in einem ersten Mitwirkungsverfahren die Bürger aufgefordert, ihre Meinung zum Projekt kundzutun. Nun war die Bevölkerung wiederum gefragt: Sie sollte sich zur Einzonung und zu den Bauvorschriften äussern. Das Verfahren ist abgeschlossen, es sind zwei Einsprachen eingegangen. Eine der beiden Einsprecher ist die Grüne Freie Liste (GFL).

«Grosse Nachfrage»

«Die Lättere-Überbauung ist wichtig für Zollikofen», sagt Gemeindepräsident Stefan Funk (FDP). Nirgends seien die Bedingungen für Wohnraum so gut. Wenige Minuten entfernt steht der RBS-Bahnhof Unterzollikofen, das Naherholungsgebiet befindet sich unmittelbar nebenan. Die 26000 Quadratmeter grosse Fläche sei eine der letzten in Zollikofen, die sich für ein derartiges Projekt eigne. Im Bereich Schäferei sind ebenfalls Überbauungen geplant, jedoch im kleineren Stil. Wichtig ist die Lättere auch, weil das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation in Zollikofen einen Verwaltungstrakt baut. Dort werden 800 Personen arbeiten, wovon ein Teil eine Wohnung suchen wird, ist Funk überzeugt.

Auf der Lättere ist in den Sechzigerjahren Bauschutt des alten Bahnhofs Bern deponiert worden. Deswegen ist der Boden belastet. Untersuchungen haben aber ergeben, dass er nicht saniert werden muss. «Trotzdem müsste der Bau speziell begleitet werden», erklärt Bauverwalter Beat Baumann.

Einsprache von den Grünen

Im Moment ist das Lättere-Areal Landwirtschaftszone. Mit der Einzonung soll die Grundlage für eine Überbauung geschaffen werden. Eine der Einsprachen stamme von einer Privatperson, teilt Baumann mit. Ob es sich um einen Anwohner handelt, will er nicht sagen, solange die Verhandlungen laufen. «Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Einzonung der Lättere», schreibt die GFL in einer Mitteilung. Aber: «Die Überbauung erfüllt die heutigen Anforderungen an nachhaltiges Bauen und Wohnen nicht.» Die Gemeinde sei im letzten Mitwirkungsbericht zu wenig auf die Einwände der Partei eingegangen. Die GFL fordert unter anderem, dass der Wärmebedarf zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt wird. Gegen dieses Argument wendet Bauverwalter Baumann ein, die Gemeinde sehe sowieso vor, diese Bedingung zu erfüllen, auch wenn sie noch nicht verbindlich in den Plänen enthalten sei. Auch was den belasteten Boden betrifft, hat die GFL Bedenken.

In der nächsten Zeit sind Verhandlungen zwischen den Einsprechern und dem Gemeinderat angesagt. Dennoch, Gemeindepräsident Funk ist optimistisch: «Ich hoffe, dass wir Ende Jahr die Einzonung beschliessen können.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 28.06.2011, 07:22 Uhr

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