Ein Wochenende auf Eis
Heute Samstag ist in Köniz Premiere: Seit 11 Uhr lässt sich auf dem Weiher im Könizer Liebefeld Park erstmals offiziell eislaufen. 17 Zentimeter dick ist das Eis. Dick genug, um im Park den Winterfreuden zu frönen, fand die Gemeinde. Und der Betrieb wird sogar überwacht. Mitglieder des Liebefeld-Leists werden vor Ort zum Rechten schauen. Der Leist wird auch darum besorgt sein, dass sich etwas Warmes trinken oder etwas Kleines essen lässt, wie Präsident Markus Kaufmann erklärt. «Wir wollen den Weiher offen lassen, so lange es die Verhältnisse erlauben», sagt Gemeinderätin Rita Haudenschild (Grüne). Voraussichtlich bis Dienstag sollte das möglich sein. Wie an allen anderen Orten erfolgt das Begehen der Eisschicht aber in eigener Verantwortung.
Auch andernorts ist an diesem Wochenende das Schlittschuhlaufen auf Seen und Weihern möglich. Der Gerzensee beispielsweise, ist zwar begeh- und befahrbar, aber eine Überwachung des Betriebes auf dem Natureis ist nicht vorgesehen. Die Anreinergemeinden und die Nationalbank (Eigentümerin des Sees) lehnen jede Haftung ab. Gleich sieht es auf dem Moossee, dem städtischen Egelsee und den anderen kleinen Gewässern in der Region aus.
Schlööfle im Seeland
Im Erlacher Hafen ist das Eisfeld offiziell freigegeben. Die Eisdecke ist dort 16 Zentimeter dick und damit für die Eisläufer und Eisläuferinnen sicher. Das gibt es nur alle paar Jahre, und darum ist die Eisfläche ein beliebter Tummelplatz. Auch am Neuenburgersee wird gschlööflet. Allerdings ist in Gampelen das Eis nicht offiziell freigegeben worden. Anders ist es auf der Alten Aare und auf dem Baggersee in Büren an der Aare. Das Häftli ist für den Eislauf freigegeben. Allerdings lehnen auch dort die Gemeinden Büren an der Aare und Meinisberg jede Haftung ab.
Sauber geputzter Kanal
Auch die ufernahen Teile des Thunersees sind dick genug zugefroren. Auf dem Thuner Lachenkanal wird die Eisdecke sogar geputzt und präsentiert sich spiegelblank. Eine Schulklasse hat für die Eisläufer die ganze Fläche gewischt. Auf dem Kanal wird der Betrieb seit gestern überwacht.
Im letzten September wurde im Burgäschisee im Oberaargau noch geschwommen. Jetzt kann auf dem zugefroren Seelein Schlittschuh gelaufen werden. Dort wird die Eisdicke mit 15 Zentimetern angegeben.
Landung auf dem Schwarzsee
Gut 30 Zentimeter dick ist die Eisdecke auf dem Schwarzsee im Sensebezirk. Sie ist damit stark genug, dass sogar Sportflugzeuge darauf landen können. Wenn das Wetter mitspielt und es kalt bleibt, wird der zugefrorene See Mitte der nächsten Woche an zwei Tagen in einen Winterflugplatz verwandelt. Die Initianten werden eine rund 800 Meter lange Flugpiste vorbereiten. (cng, hus/bz)
Erstellt: 11.02.2012, 11:06 Uhr
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